16-Jährige stirbt nach Behandlung wegen Essstörung – jetzt geht Mutter gegen Ärzte vor

Nachdem die damals 14-jährige Libby an einer Essstörung erkrankte, wurde sie nach längerer Krankheit im April 2018, im Alter von 16 Jahren, in eine Klinik eingewiesen. Das Mädchen aus Shropshire in England schaffte es wenig später, die Ärzte glauben zu lassen, dass sie so gut wie gesund sei. Sie wurde entlassen. Wenig später war sie tot.

Libbys Mutter, Rosemary, erinnert sich, wie schlimm es für die Familie war, als Libby anfing, nicht mehr richtig zu essen. Mit 14 Jahren begann sie zu hungern. „Ich habe immer Probleme mit meinem Gewicht gehabt und dachte, sie wäre wie ich und würde mal zu-, mal abnehmen und Diäten ausprobieren. Ich hatte keine Ahnung, dass sie eine Essstörung entwickeln würde“, erzählte die 52-Jährige dem „Shropshire Star“, einem britischen Nachrichtenportal.

Als ihre Tochter immer mehr abnahm und auch Freunde die Mutter darauf ansprachen, ging Rosemary mit ihr zum Arzt. „Sie musste ihr Oberteil ausziehen. Sie sah nicht abgemagert aus, aber sie war dünn und ich dachte, mein Gott, wie konnte ich das nicht bemerken?“, so die Mutter weiter.

Sie überzeugte das Personal, sie zu entlassen

Nachdem Libby die Diagnose Bulimie erhielt, wurde sie im vergangenen April in das Princess Royal Hospital in Telford eingewiesen, von wo die mittlerweile 16-Jährige anschließend an die Klinik für Essstörungen „Newbridge House“ in Sutton Coldfield überwiesen wurde.

Libby konnte das dortige Personal jedoch nach wenigen Wochen davon überzeugen, dass sie sich viel besser fühlte – und wurde im Juli entlassen. Obwohl ihre Mutter darum gebeten habe, Libby noch in der Klinik zu behalten. Ihre Sorge, dass ihre Tochter doch noch auf Hilfe angewiesen war, sei zu groß gewesen.

„Niemand kann etwas dafür. Ich liebe euch sehr“

Doch die Ärzte ließen Libby gehen. Dass es ihr gut ginge, soll das Mädchen auch noch am 23. August glaubhaft vermittelt haben, als sie mit ihrer Mutter zu einem Termin mit ihren Ärzten ging. Und das, obwohl sie laut des Nachrichtenportals noch immer nicht normal aß. Nur drei Tage nach dem Termin war sie tot. Ihr Bruder Alex fand sie leblos in ihrem Bett. Sie war an Herzversagen aufgrund eines Kaliummangels gestorben.

Wenige Tage zuvor soll Libby einen Brief geschrieben haben, in dem sie über ihre Krankheit sagte: „Niemand kann etwas dafür. Ich liebe euch so sehr.“

„Sie hätte nicht sterben sollen“

Nach ihrem Tod rief ihre trauernde Mutter eine Fundraising-Kampagne ins Leben. Denn sie gibt den Ärzten, die ihre Tochter, die offensichtlich nicht gesund war, entlassen haben, die Schuld an ihrem Tod. „Wir sind alle wütend und traurig. Sie hätte nicht sterben sollen“, sagte die Mutter laut „Shropshire Star“.

Deshalb fordert sie nun eine genaue Untersuchung des Falls, um herauszufinden, ob Libbys Tod hätte verhindert werden können. Aktuell laufen bereits Ermittlungen gegen zwei Ärzte, die das Mädchen behandelt hatten.

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