Keine E-Nummern heißt nicht keine Zusatzstoffe: Worauf Sie bei Zutatenlisten achten sollten – Video

Zusatzstoffe wie Zitronensäure oder Beta-Karotin schreiben Hersteller gerne aus, weil sie so natürlich klingen. Doch auch sie haben eine E-Nummer und sind einer Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale zufolge gar nicht so unkritisch, wie oft angenommen. Andere E-Nummern sind dagegen völlig harmlos.

Wenn auf der Zutatenliste eines Lebensmittelprodukts keine E-Nummern stehen, heißt das nicht unbedingt, dass keine Zusatzstoffe enthalten sind. "Denn es ist gesetzlich so geregelt, dass ich entweder als Hersteller die E-Nummer angebe oder den Namen ausgeschrieben habe", erklärt Ernährungsexpertin Daniela Krehl von der Verbraucherzentrale Bayern.

Wenn sich die Zusatzstoffe natürlich anhören, wie etwa im Falle von Zitronensäure oder Beta-Karotin, verwenden die Hersteller gerne die ausgeschriebenen Namen der Stoffe als die E-Nummern. Dabei sind weder alle E-Nummern in einer Zutatenliste schlecht, noch alle Zutaten mit ausgeschriebenen Namen gut.

Beta-Carotin oder Zitronensäure etwa klingen zwar natürlich, sind laut Daniela Krehl aber gar nicht so unkritisch zu sehen: "Zitronensäure greift sehr stark den Zahnschmelz an." Auch bei Beta-Carotin sei in verschiedenen Untersuchungen aufgefallen, dass insbesondere Raucher verstärkt an Lungenkrebs erkranken, wenn sie zu viel Beta-Carotin aufnehmen.

Zu große Sorgen sollten sich Verbraucher wegen Zusatzstoffen in Lebensmitteln Krehl zufolge aber auch nicht machen. "Zusatzstoffe sind kontrolliert, die meisten sind ganz ungefährlich", erklärt die Ernährungsexpertin. E 306 zum Beispiel ist nichts anderes als Vitamin E – und das braucht der Mensch täglich.

In dem Wust der verschiedenen E-Nummern den Überblick zu behalten ist nicht leicht. Daher empfiehlt Krehl im Zweifel Zusatzstoffe unter zusatzstoffe-online.de nachzuschlagen.

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