FOCUS Future Podcast: „Glancr“ ist ein intelligenter Spiegel, der sogar Depressionen erkennen soll

Stellen Sie sich vor, Ihr Spiegel würde Ihnen To-Do Listen und Termine anzeigen, Sie daran erinnern, Ihre Medikamente zu nehmen und sogar erkennen, ob Sie depressiv sind. Eine Firma aus Halle an der Saale entwickelt diesen intelligenten Spiegel der Zukunft.

Die Tech-Tüftler Tobias Grasse, Tobias Danker und Gordon Böhme konstruieren den Spiegel der Zukunft: „Glancr“ ist ein Smart Mirror zum selber bauen und verfügt sogar über ein eigenes Betriebssystem. Das Besondere daran: Es ist Open Source – das bedeutet, dass es kostenlos für jedermann verfügbar ist. Und weil es neben den drei Hallensern noch unzählige andere technikaffine Entwickler gibt, hat sich eine Programmierer-Gemeinschaft um das Projekt gebildet, die ständig neue Module zum Betriebssystem hinzufügt.

Darunter ein Familienvater, der den Spiegel nutzt, um die Badezimmer-Zeit seiner Töchter zu timen. Dafür hat er seinen „Glancr“ mit Lautsprechern verbunden, die den jungen Frauen sagen, wann ihre Zeit abgelaufen und die Nächste das Bad nutzen kann. Spannend, oder?

„Alles auf einen Blick“

Gesteuert wird der Smart Mirror via Wlan über Computer oder Handy. Der Anwender muss also nur einmal einstellen, was ihm täglich ausgespielt werden soll. Zu den Standard-Modulen, die vom Spiegel ausgespielt werden können, gehören neben der Wettervorhersage, aktuellen Nachrichten und Fahrplänen auch Kalender oder Essens- und Stundenpläne der eigenen Kinder. Der Namen „Glancr“ leitet sich vom englischen „at a glance“ ab – was übersetzt soviel bedeutet, wie „alles auf einen Blick“. Und das, ohne sich täglich mit dem Spiegel auseinandersetzen zu müssen.

„Glancr“ analysiert die Gesichtsmimik

Die Idee der Entwickler kommt längst nicht nur bei Privatpersonen an. Mittlerweile arbeiten die Gründer mit der Universität Leipzig und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg zusammen, die den „Glancr“ für ihre Zwecke weiterentwickeln möchten. Der Spiegel analysiert die Gesichtsmimik und Mikrogesten von Patienten und kann so beispielsweise Depressionen frühzeitig erkennen. Im FOCUS Future Podcast erzählen die Hallenser, wie das genau funktionieren soll und welche praktischen Module sie für ihre eigenen Smart Mirror geschrieben haben.

Spieglein, Spieglein, bin ich depressiv?

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