Lebensgefährliche Giftspinne sorgte bei EDEKA für Polizei-Großeinsatz

Bananenspinne setzt EDEKA-Logistik-Zentrum außer Betrieb

Ein Mitarbeiter von EDEKA konnte seinen Augen nicht trauen, als am Nachmittag des Maifeiertages plötzlich eine riesige Giftspinne durch das Lager krabbelte. Der Angestellte rief sofort die Polizei zu Hilfe – zurecht, wie sich später herausstellte, denn bei dem Tier handelte es sich um eine Bananenspinne. Ihr Gift kann für Menschen tödlich sein.

Nach Angaben der Polizei Hamm in Nordrhein-Westfalen räumte die Feuerwehr mithilfe der Polizei am Maifeiertag eine Lagerhalle im Gewerbegebiet Rhynern, nachdem sie gegen 15:40 Uhr einen Notruf erhalten hatten. Wie die Zeitung „ Soester Anzeiger“ mitteilte handelte es sich dabei um das Logistik-Zentrum von EDEKA in Hamm-Rhynern. Offenbar hatte sich die handflächengroße Giftspinne in einer frisch angelieferten Bananenpalette versteckt.

Spinnenexperte kann das Tier lebend einfangen

Nachdem das Logistik-Zentrum geräumt war, zog die Polizei einen Sachkundigen für Spinnen von einer privaten Spinnenfarm in Gelsenkirchen hinzu, der sich auf die Jagd nach dem blinden Passagier machte. Tatsächlich gelang es dem Experten, die Giftspinne lebend zu fangen. Die Bananenspinne wurde zwecks weiterer Untersuchung dem Tropeninstitut in Hamburg übergeben. „Dank des schnellen und besonnenen Einschreitens wurde niemand gefährdet“, teilt die Polizei Hamm in einer Pressemitteilung mit.

Über die Bananenspinne

Die Bananenspinne (Phoneutria) kann für den Menschen durchaus lebensgefährlich sein. Alle acht Arten der Familie gelten als äußerst aggressiv und hochgiftig. Fühlt sich die Spinne bedroht, greift sie entweder sofort an oder nimmt eine Drohhaltung ein, wobei sie ihre Vorderbeine in die Luft streckt. Manche Exemplare springen sogar auf ihr Opfer und beißen zu. Das Gift der Spinne kann auch bei Erwachsenen zur Lebensgefahr führen.

Was passiert, wenn man von einer Bananenspinne gebissen wird?

Ein Biss der Bananenspinne ist sehr schmerzhaft. Die Spinne gibt jedoch nicht bei jedem Biss die gleiche Menge an Gift ab. Manchmal beißt sie sogar, ohne Gift zu injizieren. Wie das Naturkundemuseum Karlsruhe berichtet, kann es je nach abgegebener Giftmenge zu Beschwerden wie Schweißausbrüchen, Schwellungen, Schwindel, Reizung der Lymphbahnen, Übelkeit und Erbrechen, Bluthochdruck, Herzrasen, Muskelkrämpfen sowie zu Durchblutungsstörungen kommen. In besonders schweren Fällen treten ein Lungenödem und ein Schock-Zustand auf, der zum Tod führen kann. Nach einem Biss muss möglichst schnell eine Behandlung mit einem Antiserum erfolgen. (vb)

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