Schreiber wird wiedergewählt und warnt vor Botendienst-Regelung

Die Delegiertenversammlung der LandesapothekerkammerThüringen hat einen neuen Vorstand gewählt. Auf der konstituierenden Sitzung amvergangenen Mittwoch wurde Präsident Ronald Schreiber erneut ins Amt gewählt,im weiteren Vorstand gab es aber Bewegung. In seiner Rede war Schreiber zuvorauf das Apotheken-Stärkungsgesetz eingegangen. Er warnte insbesondere vor demVerlust der Gleichpreisigkeit und den derzeit geplanten Regelungen zumBotendienst.

Die Delegiertenversammlung der LandesapothekerkammerThüringen (LAKT) ist am vergangenen Mittwoch in Erfurt zu ihrerkonstituierenden Sitzung zusammengekommen. Die 35 anwesenden Apotheker wählteneinen neuen Vorstand: Als Präsident wurde Ronald Schreiber aus Erfurt wiedergewählt.Schreiber ist seit 2003 als Präsident im Amt. Er erhielt 33 Stimmen, es gab zwei Enthaltungen.

Im restlichen Vorstand der LAKT gab es aber einigeNeuigkeiten: Dr. Jörg Witting aus Schleiz ist nun erster Vize-Präsident, SabineKratky aus Saalfeld wurde zur zweiten Vize-Präsidentin gewählt. Ausgeschiedenaus dem Vorstand sind Dr. Antje Mannetstätter sowie Dr. Lutz Gebert. Als neue Beisitzer wurden dafür Andrea Kern aus Suhlsowie Matthias Zink aus Rudolstadt in das Gremium gewählt. Sylvia Fandrei ausBad Blankenburg sowie Dr. Anke Ritter verbleiben eine weitere Wahlperiode alsBeisitzer im Vorstand.

Schreiber: So kann das Gesetz die Apotheken nicht stärken!

In seiner Rede beschäftigte sich Schreiber unter anderem mitdem geplanten Apotheken-Stärkungsgesetz. Seine rhetorische Frage, ob dasVorhaben in seiner jetzigen Form eine wirkliche Stärkung der Apotheken mit sichbringen könne, beantwortete er selbst mit „Nein!“. In erster Linie beruhtSchreibers Skepsis auf der vom Bundesgesundheitsministerium geplantenStreichung des „alten“ Rx-Boni-Verbotes aus dem Arzneimittelgesetz (AMG). ZurErklärung: Als Reaktion auf das EU-Vertragsverletzungsverfahren gegen dieBundesrepublik will Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) den AMG-Satz zurRx-Preisbindung für EU-Versender streichen. Dafür soll die Gleichpreisigkeitkünftig im SGB V verankert werden.

„Die Streichung des § 78 Absatz 1 Satz 4 AMG wird einzentrales Kriterium der Bewertung sein, verschiedene Juristen warnen in ihrenStellungnahmen ausdrücklichst vor einer solchen Streichung und sehen das komplettePreisgefüge für AM in Deutschland in Gefahr“, erklärte der Kammerpräsident. ZurErinnerung: Die beiden Apothekenrechtsexperten Dr. Elmar Mand und Prof. HilkoMeyer warnen in einem Gutachten davor, dass die gesamte Rx-Preisbindung kippenkönnte, wenn der AMG-Satz gestrichen wird. Schreiber will für dieGleichpreisigkeit kämpfen. Auf der Kammerversammlung erklärte er warum:

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