13 Tipps gegen kalte Füße

So viel vorweg: Auch Männer frieren an den Füßen! Die meisten sprechen es nur nicht laut aus. Wenn sie so weit sind, es zuzugeben, haben sie bereits die Männergrippe und liegen leidend im Bett. Frauen sind da einfach offener und sprechen aus, was die meisten Menschen im Winter betrifft: Mir ist saukalt!

Es muss aber niemand schlotternd auf den Frühling warten. Wir haben ein paar Tipps zusammengestellt, die Ihnen helfen, den Winter warm und gemütlich genießen zu können.

1. Die richtige Kleidung

Naheliegend: Wer sich richtig kleidet, friert nicht. Dabei ist es nicht nur wichtig, sich warm genug anzuziehen. Sondern ebenso, sich nicht zu warm anzuziehen. Am besten tragen Sie mehrere Lagen übereinander, nach dem sogenannten Zwiebelschalenprinzip. Wird es zu warm, ziehen Sie eine Lage aus, wird es zu kalt, ziehen Sie die Lage wieder an.

2. Dicke Socken

Warme Socken sind das A und O gegen kalte Füße. Wer selbst im Bett kalte Füße hat, sollte auch dort nicht auf Kuschelsocken verzichten. Alternativ helfen beim Schlafen auch eine Wärmflasche oder ein Körnerkissen.

3. Einlegesohlen

Es gibt zahlreiche heizende, wärmende oder isolierende Einlegesohlen. Die Auswahl reicht dabei von Lammfell- oder Filzeinlagen über Geleinlagen bis hin zu akkubetriebenen beheizbaren Sohlen. Hier muss jeder für sich ausprobieren, was am besten hilft. Aber Achtung: Dazu gehören die richtigen Schuhe, in die die Sohlen auch passen.

4. Das richtige Schuhwerk

Damit Schuhe ihre Funktion erfüllen können, dürfen sie nicht zu eng sein. Nehmen Sie daher ein paar dicke Socken und eventuell Einlegesohlen mit, wenn Sie Schuhe für die kalte Zeit kaufen möchten. Wenn die Füße eingeengt sind, wird die bei Kälte ohnehin spärliche Blutzufuhr in den Zehen noch weiter eingeschränkt und Sie frieren stärker.

Wer auch im Winter nicht auf schicke Pumps oder dünnes Schuhwerk verzichten möchte, sollte zumindest unterwegs warme Schuhe tragen. Die Hochhackigen können dann im Büro aus der Tasche gezogen werden.

Vernünftige Schuhe sollten aber nicht nur gut sitzen und wärmen. Sie sollten außerdem möglichst wasserabweisend oder wasserdicht sein. Sind die Socken oder Einlegesohlen nämlich einmal nass, sind kalte Füße vorprogrammiert.

5. Mütze und Schal

Was das mit den Füßen zu tun hat? Unser Körper friert, wenn ihm Wärme entzogen wird – und über den Kopf geben wir besonders viel Wärme ab. Die Blutversorgung wird dann auf die inneren Organe konzentriert, sodass der restliche Körper weniger gut durchblutet ist. Wenn Sie also den Kopf warm halten, frieren auch die Füße nicht so schnell.

6. Fußbäder

Wenn Sie kalten Füßen vorbeugen möchten, gönnen Sie Ihren Füßen regelmäßig Wechselbäder – am besten nicht nur in der kalten Jahreszeit. Durch die Wärme werden die Blutgefäße zunächst geweitet und die Füße besser durchblutet. Durch den Wechsel zum kalten Wasser verengen sich die Gefäße und es geht weniger Wärme verloren.

So geht’s: Stellen Sie eine Wanne mit warmem, eine mit kaltem Wasser bereit. Baden Sie zunächst die Füße im warmen Wasser, bis sie sich angenehm warm anfühlen (ca. 5 Minuten). Stellen Sie sie dann für 10 bis 15 Minuten ins kalte Wasser und wechseln Sie wieder zurück zum warmen Wasser (wieder 5 Minuten). Wiederholen Sie das Ganze mehrfach und enden Sie mit dem kalten Wasser.

7. Sauna

Saunagänge haben eine ähnliche Funktion wie Wechselduschen oder Wechselbäder für die Füße. Der Wechsel zwischen kalt und warm härtet den Körper ab.

8. Fußmassagen

Auch Fußmassagen regen die Durchblutung in den Füßen an und vertreiben so die Kälte. Die Massage können Sie selber durchführen, etwa mit einem Igelball. Schöner ist es aber, wenn der Partner das übernehmen kann. Kombiniert mit einem warmen Getränk und einer Kuscheldecke werden die Füße so garantiert warm.

9. Kein Alkohol!

Schlechte Nachricht für Weihnachtsmarktliebhaber: Glühwein kühlt die Füße erst recht aus! Alkohol weitet die Blutgefäße – erst mal angenehm, weil Hände und Füße so zunächst warm werden. Allerdings geben wir so auch mehr Wärme ab. Der Körper schlägt Alarm, zieht von den äußeren Körperbereichen (Peripherie) mehr Blut ab, um die inneren Organe zu schützen – und die Füße werden noch kälter, als sie es vorher ohnehin schon waren.

10. Viel trinken

Pro Tag benötigen Erwachsene 30 bis 40 Milliliter Flüssigkeit pro Kilogramm Körpergewicht (mit 60 kg sollte man täglich also etwa 1,8 Liter Flüssigkeit aufnehmen). Und das gilt nicht nur im Sommer.

Zum einen benötigen wir die Flüssigkeit, damit unsere Schleimhäute nicht austrocknen. Die sind im Herbst und im Winter durch die kalte Luft im Freien und die Heizungsluft innen ohnehin schon stark gefordert. Zum anderen sorgt die Flüssigkeit dafür, dass das Blut dünn genug bleibt, um gut zirkulieren zu können. Und das ist besonders wichtig, wenn man kalte Füße vermeiden möchte.

11. Gewürze

Es gibt zahlreiche Gewürze, die den Körper aufheizen und gleichzeitig zur winterlichen Stimmung beitragen:

  • Tees mit Anis, Kümmel oder Ingwer wärmen von innen und tragen dazu bei, dass Sie genug Flüssigkeit zu sich nehmen.
  • Muskat, Pfeffer, Curry und Knoblauch schmecken nicht nur gut, sie beugen auch kalten Füßen vor.

12. Bewegung / Sport

Wer sich viel bewegt, bekommt selten kalte Füße. Spazierengehen und sportliche Aktivitäten regen die Blutzirkulation in den Füßen an. Wenn es schnell gehen muss, weil die Zehen beim Warten auf den Bus langsam einfrieren: Einfach auf der Stelle treten, auf den Zehen wippen und über besseres Schuhwerk und Einlegesohlen nachdenken.

13. Beine nicht überschlagen

Frauen überschlagen im Sitzen gerne die Beine. Dadurch kann das Blut aber nicht mehr ungehindert durch die Beine zirkulieren – die Füße werden schlechter durchblutet und schneller kalt. Versuchen Sie daher, die Beine nicht zu überkreuzen, oder wechseln Sie häufiger die Position.

Fazit: Am sinnvollsten ist es, alle Tipps zu kombinieren!

  • Planen Sie einen Saunatag mit der Familie oder Freunden.
  • Packen Sie sich anschließend im Zwiebellook warm ein.
  • Genießen Sie ein gewürztes, alkoholfreies Getränk auf dem Weihnachtsmarkt und sorgen Sie mit dem Bummel über selbigen für ausreichend Bewegung.
  • Lassen Sie den Tag mit einer Fußmassage ausklingen und schlüpfen Sie anschließend mit einer Wärmflasche ins Bett.

Wenn Ihre Füße dauerhaft kalt sind und keine Maßnahme Wirkung zeigt, sollten Sie Ihren Hausarzt aufsuchen und Erkrankungen (z.B. Diabetes) ausschließen lassen.

Wussten Sie übrigens, warum man „kalte Füße bekommen“ sagt, wenn jemand einen Rückzieher macht?

Glücksspiel, also Spiel um Geld, war früher verboten. Darum hielten Glücksspieler ihre Treffen im Verborgenen ab, überwiegend in kalten und feuchten Kellern. Wer merkte, dass er verlieren würde, zog sich gerne mit den Worten „Ich habe kalte Füße, ich muss mich etwas bewegen“ zurück und verschwand dann klammheimlich.

Weitere Informationen

Quellen:

Online-Informationen des Pschyrembel: www.pschyrembel.de (Abrufdatum: 15.11.2019)

Online-Informationen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE): www.dge.de (Abrufdatum:15.11.2019)

Online-Informationen des Deutschen Sauna-Bunds: www.saunabund-ev.de (Abrufdatum: 15.11.2019)

Online-Informationen des Kneipp-Vereins e.V.: www.kneippverein-bad-ditzenbach.de (Abrufdatum: 21.11.2017)

Letzte inhaltliche Prüfung: 15.11.2019Letzte Änderung: 28.01.2019

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