Filter in Blutgefäßen schützen vor Schlaganfall

Patienten mit einem hohen Risiko für Schlaganfälle werden normalerweise mit Blutverdünnern behandelt. Da dies für manche Patienten nicht in Frage kommt, haben Mediziner spezielle Filter entwickelt, die in die Halsschlagadern eingesetzt werden. Hier fangen sie Blutgerinnsel ab, bevor sie im Gehirn Schaden anrichten. Dass diese Filter tatsächlich funktionieren, wurde nun in einer Studie bestätigt.

Bei 25 Patienten im Alter von durchschnittlich 71 Jahren sollten die Filter in beide Halsschlagadern implantiert werden, was bei 23 Personen auch reibungslos verlief. Ein Patient konnte nur auf einer Seite einen Filter erhalten, weil die Halsschlagader auf der anderen Seite verengt war, und bei einem anderen Patienten war die sonographische Sicht während der Operation zu schlecht. So wurden 47 dieser Filter eingesetzt. Außer geringen Beschwerden aufgrund der Operation wurden bei den Patienten keine Nebenwirkungen festgestellt. Innerhalb von sechs Monaten wurden bei vier Patienten insgesamt sechs Blutgerinnsel in den Filtern gefunden, von denen mindestens drei mit großer Sicherheit aus dem Blut "eingefangen" worden waren. Alle Gerinnsel ließen sich durch Heparin auflösen.

Menschen mit Vorhofflimmern, einer Art der Herzrhythmusstörung, haben ein besonders hohes Risiko für Schlaganfälle, die meistens durch Blutgerinnsel von einem Durchmesser ab 1,5 Millimeter verursacht werden. Die Einnahme von Blutverdünnern senkt das Risiko zwar auf zwei bis vier Prozent, aber manche Patienten können diese Medikamente nicht einnehmen. Deshalb wurden Filter entwickelt, die in die Halsschlagader eingesetzt werden können und Blutgerinnsel ab einer Größe von 1,4 Millimetern Durchmesser abfangen. Zuvor war nachgewiesen worden, dass die Filter keine Thrombosen auslösen, die Blutgefäße nicht verschließen und mechanisch stabil sind.

ZOU

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