Fitnesstrends 2021: So bleiben wir in diesem Jahr trotz Pandemie fit

Hobbysportlerinnen und -sportler wurden 2020 richtig kreativ, als die Fitnessstudios in der Corona-Pandemie für lange Zeit schließen mussten. Seither gilt Fitnesstraining im Hinblick auf die körperliche wie mentale Gesundheit plötzlich so elementar, wie noch nie.

Wer motiviert genug ist, regelmäßig und trotz aller Umstände zu Hause Sport zu treiben, der oder die findet auch einen Weg. Und so brachte die besondere Lockdown-Situation nicht nur Schwierigkeiten mit sich, sondern eröffnete auch ganz neue Trainingsmöglichkeiten.

Hieraus sind einfallsreiche wie wirkungsvolle Trainingsmethoden entstanden, die auch 2021, wenn die Fitnessstudios ihre Türen wieder öffnen dürfen, nicht mehr wegzudenken sein werden.

FIT FOR FUN-Fitnessredakteurin und -trainerin Tina Klostermeier verrät, an welchen Trends man als echter Bewegungsfanatiker in diesem Jahr nicht vorbeikommt.
 

Abwechslung im Training für mehr Spaß und Effektivität

Wer investiert und sich zu Hause eine Ecke zum Trainieren eingerichtet hat, wird das Equipment auch nach den Corona-Lockerungen sicherlich nicht einstauben lassen wollen.

Wenn Kurse und Training im Studio wieder möglich sind, muss dies ja auch nicht heißen, dass man ausschließlich diese Angebote nutzt. Ein bisschen Abwechslung im Training kann sogar in vielerlei Hinsicht von Vorteil sein.

Wenn es zum Beispiel mal ein wenig knapp mit der Zeit ist, spare dir Hin-und Rückfahrt zum Studio und mache deine Fitness-Einheit einfach zu Hause – du weißt nun, wie das super funktionieren kann.

Auch in diesem Jahr wird der ein oder andere Regentag ein Home-Workout sehr verlockend erscheinen lassen. Für Motivation und Know-How sorgt auch 2021 das wachsende Online-Angebot an guten Kursen.

Wenn du in deine Trainingsroutine verschiedene Workouts einbaust, läufst du außerdem nicht Gefahr, dass deine Muskeln sich durch immer gleiche Übungen an den Reiz gewöhnen und nicht mehr wachsen.
 

Zehn Trainingstrends für ein fittes 2021

Ob im Lockdown oder sobald die Maßnahmen gelockert werden – bei diesen zehn coolen Trainingsmethoden ist sowohl in wie nach der Pandemie für jeden Sportfan – von Einsteiger bis Profi – etwas Spannendes dabei.

Welchen Trend probierst du dieses Jahr aus?
 

1. Digitale Home-Workout-Angebote

Mit YouTube, Online-Fitnessstudios, Fitness-Apps und Co. hast du auch weiterhin die Möglichkeit, dich schnell zu Hause auf der Matte zu verausgaben. Das hat den Vorteil, dass du dir nicht selbst eine Abfolge von Übungen überlegen musst, sondern einfach den Instruktionen des Online-Coaches folgen kannst und so immer wieder neue Trainings serviert bekommst.
 

2. Bodyweight-Training aller Art

Sowohl zu Hause als auch im Studio bleibt Bodyweight Training eine großartige Trainingsmethode für jung und alt. Gerade für Anfänger ist Bodyweight Training ideal, um zunächst funktionale Bewegungsabläufe ohne zusätzliches Equipment sauber zu erlernen.

Doch auch Geübte können von Bodyweight Training profitieren, denn die meisten Übungen lassen sich selbst für Profis immer weiter steigern: Bestes Beispiel ist der Liegestütz – einarmig!

Die Vielzahl an Übungsvarianten stellt es dir, frei von intensiv bis meditativ dein Level zu wählen. Oft ist es obendrein sinnvoll, lange praktizierte Übungen wie Squats mit der Langhantel mal wieder nur mit dem eigenen Körpergewicht zu machen und an der Ausführung und Form zu arbeiten. 

Durch mehr Wiederholungen statt Gewichte lassen sich außerdem wieder ganz neue Ausdauer- oder Fatburning-Reize setzen.

Zudem bist du bei Bodyweight Training völlig frei in deiner Entscheidung, drinnen oder draußen, allein oder in Kleingruppen zu trainieren.

3. Multifunktionale Fitnesslösungen für die Wohnung

In Zeiten des Lockdowns hat es manchem nicht gereicht, Hanteln und Resistance Bands anzuschaffen. Wer genug Platz und das nötige Kleingeld hatte, ist direkt einen Schritt weiter in Richtung Home Gym gegangen.

Von High End Personal Training auf Cardiogeräten wie dem „Peloton“ oderSpinning-Bike-Alternativen, bis hin zu Kraftstationen, die gleich mehrere Geräte im Gym ersetzen, ist alles möglich. Und ist es so auch in diesem Jahr verlockend – statt im Gym darauf zu warten, dass das gewünschte Gerät frei wird genau, wenn man es braucht – multifunktionale Geräte ganz für sich allein zu haben.
 

4. Stylische Home-Fitnessgeräte

Fitnessgeräte müssen kein sperriger Staubfänger in der Wohnung mehr sein – im Gegenteil. Das Angebot an Home-Fitnessgeräten, die sich hübsch und sogar dekorativ in der Wohnung machen oder auch Kleinequipment, das sich unsichtbar ins Wohnambiente integrieren lässt, wächst. 

Hier wären beispielsweise edle Holzhanteln zu nennen oder Sprossenwände, die Trainingsgerät und Schreibtisch in einem sind. Außerdem denken wir an Klimmzugstangen, die nach dem Training zur Bildaufhängung werden oder an den schicken Fitnessspiegel „VAHA“ mit Personal Trainer, der ausgeschaltet einfach nur bei der Anprobe behilflich ist.
 

 

5. Indoor Cycling

Spätestens seit „Peloton“ hat das Radeln in den eigenen vier Wänden ein ganz neues Level erreicht! Dank neuester Technik kann man hier im Trockenen neue Landschaften erkunden und sich mit anderen messen.

Auch Spinning-Kurse erfreuen sich weiter großer Beliebtheit. Beim Hicycle kannst du im Studio oder online dein Ausdauer-Workout zur Cardio-Party machen. Denn auf einem Bike kann man inzwischen weit mehr, als nur in die Pedale treten!

Ausgefallene, abwechslungsreiche Moves machen das Cycling zum Dance-Workout. Vor Ort im Studio sorgen Schwarz- und Neonlicht für noch mehr Party-Feeling.
 

6. Outdoor Training

Von Trimm-dich-Pfaden bis zu Bootcamps: Nicht nur Fitnessfans werden ihr Training, sobald es wieder heller und freundlicher wird, wieder verstärkt nach draußen ins Freie verlagern, sondern auch mehr und mehr Fitnessstudios werden ihre Geräte rausstellen.

An der frischen Luft sind Einzeltraining oder Kurse in Kleingruppen dank minimierten Corona-Infektionsrisikos noch sicherer.
 

7. Boutique- und Mikrofitnessstudios werden wieder boomen

Fitnessstudios sind nicht obsolet, vor allem dann nicht, wenn es sich um Boutique- und Mikrofitnessstudios mit hochspezialisierten Angeboten handelt. Hier werden besondere Trainingserlebnisse in kleineren Gruppen für einen höheren Preis angeboten: zum Beispiel Crossfit, Urban Heros oder Hyrox.

Das schicke Interieur in diesen kleinen Special Interest Studios macht Sport zum Lifestyle-Erlebnis. Eine coole Community vor Ort sorgt außerdem für ein Gemeinschaftsgefühl, das viele im Home-Workout vermissen.

Gerade für Einsteiger kann dieses aber essentiell sein, um langfristig am Ball zu bleiben. Für alle anderen sorgt der sinnvolle Mix aus Studiobesuchen und Heimtraining für immer neue Trainingsreize und anhaltende Motivation.
 

8. Training in der Gruppe

Fitnessfans lieben den Wettkampf und die Motivation der Community und werden wieder mit Begeisterung gemeinsam sportlich aktiv, sobald dies wieder möglich sein wird.

Bis dahin werden immer mehr digitale Lösungen für mehr Miteinander sorgen: Ob Staffelläufe oder Ausfahrten auf dem Indoor Bike: „Zwift“ bietet beispielsweise die Möglichkeit, virtuelle Radtouren zu organisieren, bei denen die ganze Gruppe zusammenbleibt.
 

9. Spannender und sinnvoller Sportartenmix

HIIT-Yoga, Barre-Workouts oder andere Konzepte, die Kraft und Ausdauer sinnvoll miteinander kombinieren („Urban Heros“ z. B. oder auch „Hyrox“) sowie der Mix aus Ausdauer- und Beweglichkeitstraining – wie etwa beim SUP-Yoga – machen das Training in 2021 noch spannender, abwechslungsreicher und vor allem ganzheitlicher.
 

 

10. Gesundheitsorientierte Fitness

Ganzheitlich wird allgemein in diesem Jahr im Fitnessbereich ein wichtiges Stichwort sein: Es geht nicht mehr vorrangig um Leistungs- oder Körperziele, sondern stärker denn je darum, die allgemeine und mentale Gesundheit zu optimieren.

Ob als Ausgleich zum Alltagsstress, Förderung der Körperwahrnehmung oder auch Schulung der Beweglichkeit und Balance. Neben Yoga, Pilates und Meditation werden mit Sicherheit auch andere fernöstliche Bewegungs- beziehungsweise Konzentrationskonzepte wie „Qigong“ oder auch „Animal Moves“ größerer Bedeutung im Training zukommen.

Kimberly Papenthin, Tina Klostermeier

*Der Beitrag „Fitnesstrends 2021: So bleiben wir in diesem Jahr trotz Pandemie fit“ wird veröffentlicht von FitForFun. Kontakt zum Verantwortlichen hier.

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