Mein Bett, dein Bett!: 6 Gründe, getrennt von deinem Partner zu schlafen

Es ist noch gar nicht lange üblich, als Paar in einem gemeinsamen Bett zu schlafen: Erst Anfang des 19. Jahrhundert, zur Biedermeierzeit, hat sich diese Konvention ergeben.

Seitdem haben getrennte Schlafzimmer jedoch einen extrem schlechten Ruf – den sie möglicherweise gar nicht verdienen.

Hier sind sechs Gründe für zwei Einzelbetten.

1. Ihr habt nicht den gleichen Schlafrhythmus

Der eine bleibt bis in die Puppen wach, während der andere morgens früh raus muss.

Der eine möchte vor dem Schlafen noch etwas lesen, während der andere nur einschlafen kann, wenn ein Fernseher läuft. Solche Beispiele gibt es viele.

Mit getrennten Schlafzimmern ist es kein Problem, die eigenen individuellen Wünsche zu erfüllen. Das verhindert Streit und schlechte Laune am nächsten Morgen.

2. Dem Schnarchen entkommen

Wenn jemand im gleichen Zimmer schnarcht, wird das Einschlafen zum Ding der Unmöglichkeit.

Das Problem daran: Schnarchen ist keine Seltenheit. Damit die nervien Geräusche deine Beziehung nicht belasten, können zwei Schlafzimmer sinnvoll sein – zumindest dann, wenn selbst Oropax nicht mehr helfen.

3. Mehr Lust aufeinander

Paare, die in einer Beziehung ab und an auch mal Abstand zueinander haben, bekommen dadurch wieder mehr Lust aufeinander.

So könnte ein getrenntes Schlafzimmer – entgegen alle Vorurteile – sogar für mehr Feuer im Bett sorgen.

Die gemeinsame Zeit zu zweit im Bett wird dann nämlich zu etwas ganz Besonderem.

4. Unruhiger Schlaf

Dieses dauernde Hin- und Herwälzen des Partners oder der Partnerin ist auf Dauer nicht zu ertragen. Es gibt leider einfach Leute, die einen extrem unruhigen Schlaf haben.

Dich sollte das laute Schnaufen oder sprechen im Schlaf jedoch im besten Fall nicht beeinflussen.

5. Zu kleines Bett

Gehörst du zu denjenigen, die enorm viel Platz im Bett einnehmen und auch diesen für einen gesunden, tiefen Schlaf benötigen, aber leider nur ein 140 Zentimeter breites Bett besitzen? Da bist du nicht alleine.

Ein zu kleines Bett ist für viele ein Grund, nicht gut neben ihrem Partner oder ihrer Partnerin schlafen zu können.

Aber vielleicht ist dies in dieser Listung das kleinste Problem, denn die Lösung ist einfach: Ein zwei Meter breites Bett mit zwei Matratzen. Aber auch nur, wenn der/die Partner*in nicht schnarcht, wühlt oder einen anderen Schlafrhythmus besitzt.

6. Mal Zeit für sich haben

Besonders, wenn man Kinder hat, ist man selten allein. Mal zur Ruhe zu kommen, gedanklich runterzufahren und wieder Power zu tanken, ist dann Gold wert.

Hat man einen eigenen Rückzugsort, ein Schlafzimmer für sich allein, kann das helfen.

Frauen schlafen alleine ohnehin besser

Glaubt man Verhaltensbiologe John Dittami und einem Forscherteam der Universität Wien, die im Jahr 2007 die Studie „Geschlechtsunterschiede der inneren Uhr auf Umgebungsreize“ veröffentlicht haben, so ist ein getrennter Schlafplatz alleine schon durch die Unterschiede bei den Geschlechtern sinnvoll.

Denn den Ergebnissen zufolge tickt die innere Uhr bei Frauen und Männern sowieso nicht gleich.

Frauen schlafen demnach ohne Partner ohnehin besser, Männer jedoch mit Partnerin an der Seite.

Quelle

  • J. Dittami (2007): Verhaltensbiologie: Frauen schlafen besser ohne Mann, abgerufen am 11.02.2020: https://medienportal.univie.ac.at/presse/aktuelle-pressemeldungen/detailansicht/artikel/verhaltensbiologie-frauen-schlafen-besser-ohne-mann/

Judith Kerstgens

*Der Beitrag „Mein Bett, dein Bett!: 6 Gründe, getrennt von deinem Partner zu schlafen“ wird veröffentlicht von FitForFun. Kontakt zum Verantwortlichen hier.

Quelle: Den ganzen Artikel lesen