Zeckensaison hat begonnen: Die 5 gängigsten Mythen über Zecken

Wenn die Temperaturen wieder wärmer werden und das satte Grün überall zu Unternehmungen im Freien verlockt, gehen sie in Position, um auf ihren nächsten Wirt zu warten: Zecken.

Dass Sommerzeit auch Zeckenzeit bedeutet, lässt sich leider nicht von der Hand weisen – genauso wenig wie die Tatsache, dass man Zeckenstiche aus gesundheitlichen Gründen möglichst umgehen sollte.

Daneben ranken sich allerdings auch einige Mythen um die Parasiten, die mit der Realität nichts mehr zu tun haben.

Das Onlinemagazin ‚Buten un Binnen‘ hat davon einige zusammengetragen. Hier kommen die fünf bekanntesten:

1. Zecken fallen von Bäumen

Zecken fallen weder von Bäumen noch springen sie ihren Wirt an. Stattdessen krabbeln sie Gräser oder Äste hoch und lassen sich von dort abstreifen.

Kleidung bietet in dieser Hinsicht insofern Schutz, als dass die abgestreifte Zecke auf dieser dann vergeblich nach einer Hautstelle zum Einstechen sucht.

2. Zecken beißen

Nein, Zecken beißen nicht, sondern stechen.

Dazu stehen ihnen ein Stechapparat zur Verfügung, der aus zwei Teilen besteht: Einem Schneidewerkzeug (Cheliseren) und einem Stechrüssel (Hypostom) mit Widerhaken, die das Entfernen der Zecke erschweren.

Zunächst ritzt die Zecke mit dem Schneidewerkzeug die Haut auf und sticht dann mit dem Stechrüssel ein, um das Blut zu saugen.

3. Zecken müssen nicht entfernt werden, sondern fallen von alleine ab

Das stimmt nur zur Hälfte.

Wenn sich die Zecke mit Blut vollgetankt hat, schwillt ihr Körper dabei an. Ab einem gewissen Punkt ist das Volumen ihres Körpers dann tatsächlich so groß, dass sie einfach abfällt.

Das kann allerdings bis zu elf Tagen dauern – reichlich Zeit also, in der die Zecke allerhand in den Körper schleusen kann.

Das sollte man also besser nicht riskieren und die Zecke lieber so schnell wie möglich entfernen. Denn je schneller sie entfernt wird, desto geringer ist das Risiko einer Krankheitsübertragung.

4. Zecken muss man beim Entfernen rausdrehen

Stimmt nicht, denn Zecken haben kein „Gewinde“, sondern nur einen Stechapparat mit Widerhaken.

Sie können also einfach mit einer Pinzette, Zeckenkarte oder Ähnlichem herausgezogen werden.

Um gegen die Widerhaken des Stechrüssels anzukommen, muss man lediglich etwas Kraft und Geduld aufwenden, bis sich das Tier ganz herauslöst. Grundsätzlich sollte man kontrolliert und langsam bei der Zeckenentfernung vorgehen.

5. Bleibt der Kopf stecken, erhöht sich dadurch das Infektionsrisiko

Das ist sogar in zweierlei Hinsicht falsch.

Erstens ist das, was bei einer zu unkontrollierten Entfernung manchmal zurückbleibt, nicht der Kopf, sondern in der Regel der Werkzeugapparat mit den Widerhaken.

Zweitens stellt dieser für sich alleine keine Gefahr bei der Krankheitsübertragung dar. Denn dafür braucht es die Speichelproduktion der Zecke, die durch das Herausziehen des Blutsaugers unterbunden wurde.

Larissa Hellmund

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