84.655 Corona-Neuinfektionen in Deutschland – US-Behörde empfiehlt Novavax-Zulassung

News zu Corona vom 7. Juni 2022

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Corona-infizierte Außenministerin hat „deutliche Grippesymptome“

09.03 Uhr: Außenministerin Annalena Baerbock hat nach ihrer Infektion mit dem Corona-Virus während eines Besuchs in Pakistan klare Erkrankungsanzeichen entwickelt. Aus Delegationskreisen hieß es am Mittwoch in der Hauptstadt Islamabad, die Grünen-Politikerin habe seit Dienstagabend „deutliche Grippesymptome“. Baerbock wollte noch im Laufe des Tages mit an Bord eines Regierungsflugzeugs nach Berlin zurückkehren. Die 41-Jährige werde den Flug isoliert in einer gesonderten Kabine an Bord verbringen, hieß es. Weitere Infektionen in ihrer Delegation wurden zunächst nicht bekannt. Marcus Brandt/dpa Annalena Baerbock ist an Corona erkrankt.

Baerbock hatte ihre Reise am Dienstag nach zwei positiven Corona-Tests kurz nach Beginn in Islamabad abbrechen müssen. Ursprünglich wollte sie am Mittwoch nach Griechenland und dann auch noch in die Türkei. Stattdessen wurde die gesamte Delegation nun am Mittwochabend wieder in Berlin erwartet. In dem Airbus A319 der Flugbereitschaft der Luftwaffe bestehe die Möglichkeit, dass Baerbock den Flug vollständig in Isolation verbringe, hieß es.

Experten der US-Arzneimittelbehörde empfehlen Zulassung von Novavax

06.53 Uhr: Ein Expertengremium der US-Arzneimittelbehörde FDA hat den Corona-Impfstoff Novavax empfohlen. 21 Experten stimmten am Dienstag für die Empfehlung, es gab eine Enthaltung und keine Gegenstimme – obwohl die Behörde in einer Vorabanalyse noch einen „Anlass zur Sorge“ wegen eines möglichen Risikos einer Herzmuskelentzündung gesehen hatte. Nach dem Votum der Experten wird erwartet, dass die FDA in Kürze eine Notfallzulassung für Novavax erteilt.

Nach der Zulassung von Novavax durch die FDA müsste noch die Gesundheitsbehörde CDC Leitlinien zum Einsatz des Impfstoffs erlassen. In den USA sind bislang drei Impfstoffe zugelassen: Die mRNA-Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna sowie der Vektorimpfstoff von Johnson & Johnson. Die Verwendung von letzterem wurde zuletzt allerdings eingeschränkt, weil er mit einer schweren Form der Blutgerinnung in Verbindung gebracht wurde. 

Die FDA hatte vergangene Woche eine Analyse zu den Daten der klinischen Versuche mit dem Novavax-Impfstoff veröffentlicht. Demnach waren bei Versuchspersonen, die den Impfstoff erhielten, sechs Fälle von Herzmuskelentzündung aufgetreten. Bei der Gruppe, die nur ein Placebo erhielt, war es nur ein Fall. Insgesamt nahmen 40.000 Menschen an den Studien teil. Der Impfstoff-Hersteller wies allerdings einen kausalen Zusammenhang zwischen den Fällen und seinem Produkt zurück.

84.655 Neuinfektionen – Corona-Inzidenz steigt weiter an

Mittwoch, 8. Juni, 06.22 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Mittwochmorgen mit 238,1 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Am Vortag hatte der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 199,9 gelegen (Vorwoche: 207,0; Vormonat: 569,4). Allerdings liefert die Inzidenz kein vollständiges Bild der Infektionslage.

Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus – vor allem weil bei weitem nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 84.655 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 54.957) und 145 Todesfälle (Vorwoche: 91) innerhalb eines Tages. Vergleiche der Daten sind auch hier wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen oder Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich. Generell schwankt die Zahl der registrierten Neuinfektionen und Todesfälle deutlich von Wochentag zu Wochentag, da insbesondere am Wochenende immer mehr Bundesländer nicht ans RKI übermitteln und ihre Fälle im Wochenverlauf nachmelden.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 26.583.016 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

FDP-Veteran Baum wirft seiner Partei Corona-"Populismus" vor

09.07 Uhr: Der frühere Bundesinnenminister Gerhart Baum (FDP) übt scharfe Kritik an der Corona-Politik seiner Partei und sieht darin einen Grund für das schlechte Abschneiden bei den Landtagswahlen in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen. „Kaum ist die FDP in zwei Bundesländern desaströs gescheitert, auch wegen ihrer Pandemie-Politik, kündigt Wolfgang Kubicki deren Fortsetzung im Herbst an“, sagte Baum dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Dienstagsausgaben). Die FDP-Politik war „zeitweise ein Stück Populismus, dem die Wähler nicht gefolgt sind“, bilanziert Baum.

Misstrauen gegenüber staatlichen Eingriffen sei zwar „ein unverzichtbares Wesensmerkmal liberaler Politik, aber dies darf nicht dazu führen, dass die notwendige Verantwortung für das Gemeinwohl auf der Strecke bleibt“, sagte Baum. Die liberale Politik der vergangenen beiden Jahre habe diese Gemeinwohlorientierung nicht immer hinreichend berücksichtigt, kritisierte Baum, der von 1978 bis 1982 Bundesinnenminister unter SPD-Bundeskanzler Helmut Schmidt war.  dpa/Karlheinz Schindler Gerhart Baum, Bundesinnenminister a.D. (FDP).

Der Streit der FDP mit SPD-Gesundheitsminister Karl Lauterbach habe viele Wähler verschreckt: „Sie konnten sich einfach nicht vorstellen, dass alle anderen demokratischen Parteien, alle Bundesländer und die Wissenschaft auf dem Holzwege waren.“ Die FDP sollte „sich endlich selbstkritisch darüber klarwerden, dass ihre Verweigerung, dem Staat diese Schutzaufgaben zuzuweisen, zur Wahlniederlage, insbesondere bei älteren Wählern, wesentlich beigetragen hat“, sagte Baum weiter. 

Besondere Verantwortung sieht Baum beim stellvertretenden FDP-Vorsitzenden und Bundestagsvizepräsident: „Wolfgang Kubicki, der diesen Kurs medienwirksam in vorderster Linie vertreten hat, gehört zu den Wahlverlierern in seinem Heimatland Schleswig Holstein.“ Baum fügte hinzu: „Seine jüngsten Äußerungen lassen befürchten, dass er und ein Teil der FDP diese Politik im Herbst fortsetzt.“ Die Politik der FDP-Spitze sei „zeitweise ein Stück Populismus, dem die Wähler nicht gefolgt sind“.

Innerhalb der Ampel-Koalition wird zunehmend darüber gestritten, welche Schutzmaßnahmen für den Herbst festgelegt werden sollen. Vor allem die FDP setzt sich dabei weiter gegen frühzeitige Auflagen ein.

Keine Infektionszahlen am Dienstag

Dienstag, 07. Juni, 05.15 Uhr: Aufgrund der geringen Meldequote der Gesundheitsämter der Länder liegen am Dienstagmorgen keine verlässlichen Infektionszahlen des Robert Koch-Insituts vor.  Viele Bundesländer meldeten am Wochenende und im Zuge des Feiertags gar nicht oder nicht vollständig ans Robert Koch-Institut. Die veröffentlichten Zahlen sind in ihrer Aussagekraft daher sehr begrenzt.

Wissing warnt vor Personalengpässen in der Hauptreisezeit

Sonntag, 04. Juni, 10.46 Uhr: Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) hat vor Personalengpässen in der Reise- und Verkehrsbranche in den Sommerferien gewarnt. Der „Bild am Sonntag“ sagte Wissing: „Hier treffen zwei Punkte aufeinander – zum einen Menschen, die nach all den Entbehrungen und Einschränkungen während der Corona-Pandemie einen großen Nachholbedarf verspüren, unterwegs zu sein und zu reisen. Demgegenüber steht vor allem die Reise- und Verkehrsbranche, die während Corona quasi lahmgelegt war und Mitarbeiter verloren hat.“ Vor allem im Luftverkehr habe man diese Lücke noch nicht schließen können. Der Minister forderte eine „Jobinitiative zur Gewinnung von Fachkräften“ und eine Modernisierung der Infrastruktur.

Hintergrund ist der Personalmangel – von der Passagierkontrolle über die Flugzeugabfertigung bis hin zu den Flugbegleitern, es fehlen Mitarbeiter, die sich in der Pandemie andere Jobs gesucht haben. „Über alle Standorte hinweg fehlen den Dienstleistern, die an der Abfertigung der Passagiere beteiligt sind, rund 20 Prozent Bodenpersonal im Vergleich zur Vor-Corona-Zeit. Das kann vor allem beim Check-in, beim Beladen der Koffer und in der Luftsicherheitskontrolle zu Engpässen in Spitzenzeiten führen“, hatte der Hauptgeschäftsführer des Flughafenverbandes ADV, Ralph Beisel, der Deutschen Presse-Agentur jüngst gesagt. Die Flughafenbetriebsräte schätzen den Gesamtbedarf auf 5500 Leute bundesweit.

Beisel betonte in der „Bild am Sonntag“, dass wegen der strengen Sicherheitsauflagen für die Stellenbesetzung an Flughäfen, der sogenannten Zuverlässigkeitsüberprüfung, Mitarbeiter gar nicht von heute auf morgen eingestellt werden könnten

Inzidenz steigt erneut stark

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Freitagmorgen mit 261,3 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5.00 Uhr wiedergeben. Am Vortag hatte der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 221,4 gelegen (Vormonat: 632,2).

Allerdings liefert die Inzidenz kein vollständiges Bild der Infektionslage. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus – wegen überlasteter Gesundheitsämter und weil nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 42.693 Corona-Neuinfektionen und 91 Todesfälle innerhalb eines Tages. Vergleiche der Daten sind auch hier wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen oder Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich. Generell schwankt die Zahl der registrierten Neuinfektionen und Todesfälle deutlich von Wochentag zu Wochentag, da insbesondere am Wochenende immer mehr Bundesländer nicht ans RKI übermitteln und ihre Fälle im Wochenverlauf nachmelden.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 26.452.148 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Drosten-Ersatz steht fest: Stöhr soll in Corona-Kommission

18.48 Uhr: Der Virologe Klaus Stöhr soll auf Vorschlag der Union in eine Kommission zur wissenschaftlichen Beurteilung der staatlichen Corona-Beschränkungen in Deutschland nachrücken. Das teilte der gesundheitspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Tino Sorge (CDU), am Donnerstag mit. Stöhr soll demnach auf den Berliner Virologen Christian Drosten folgen, der sich Ende April aus dem Gremium zurückgezogen hatte. Stöhr stehe für einen „pragmatischen und unaufgeregten Corona-Kurs und für eine transparente, datenbasierte Evaluation der Maßnahmen“, erklärte Sorge auf Twitter.

Stöhr/privat Der Virologe Klaus Stöhr hält das Risiko durch die Affenpocken für gering  

Der Bundestag hatte im Infektionsschutzgesetz festgelegt, dass eine externe Evaluation der Vorgaben im Rahmen der mehrere Monate lang geltenden „epidemischen Lage von nationaler Tragweite“ kommen soll. Der dafür eingesetzte Sachverständigenausschuss soll laut Gesetz bis zum 30. Juni einen Bericht vorlegen. Der Vorsitzende des Gremiums, der Jurist Stefan Huster, hatte der „Süddeutschen Zeitung“ gesagt, es gebe große Einhelligkeit in der Gruppe, dass bis Ende Juni „keine wissenschaftliche Vollevaluation aller Maßnahmen“ zu leisten sei. Dem Gremium gehören Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen an.

Inzidenz steigt erneut – zum dritten Mal in Folge

Donnerstag, 02. Juni, 06.41 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Donnerstagmorgen mit 221,4 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5.00 Uhr wiedergeben. Am Vortag hatte der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 207,0 gelegen (Vorwoche: 262,6, Vormonat: 639,5).

Allerdings liefert die Inzidenz kein vollständiges Bild der Infektionslage. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus – wegen überlasteter Gesundheitsämter und weil nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 48.502 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 39.705 registrierte Ansteckungen) und 131 Todesfälle (Vorwoche: 136) innerhalb eines Tages. Vergleiche der Daten sind auch hier wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen oder Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich. Generell schwankt die Zahl der registrierten Neuinfektionen und Todesfälle deutlich von Wochentag zu Wochentag, da insbesondere am Wochenende immer mehr Bundesländer nicht ans RKI übermitteln und ihre Fälle im Wochenverlauf nachmelden.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 26.409.455 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

 

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