Abwehrkräfte: Immunsystem mit heimischen Wintergemüse stärken – Heilpraxis

Im Winter etwas für das Immunsystem tun

Neben regelmäßigen körperlichen Aktivitäten, ausreichendem Schlaf und dem Rauchverzicht kommt es vor allem auf die Ernährung an, wenn man sein Immunsystem stärken will. Hilfreich dabei kann heimisches Wintergemüse sein. Dieses enthält eine Vielzahl an Vitaminen und Mineralstoffen, die für die Abwehr von Krankheitserregern wichtig sind.

Vor allem in der kalten Jahreszeit ist es wichtig, die Abwehrkräfte zu stärken. Reichlich Bewegung und eine gezielte Lebensmittelauswahl können dabei sehr viel bewirken. Man muss hier aber nicht auf von weit her importierte Ware oder gar exotisches „Superfood“ zurückgreifen; auch heimisches Obst und Gemüse ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Zudem bringt es den Vorteil mit sich, dass das Klima weniger belastet wird.

Vielzahl alter und neuer Wintergemüse

Ob Radieschen, Tomaten oder Paprika: Beim Einkauf greifen viele Konsumentinnen und Konsumenten aus Gewohnheit zu den üblichen Gemüsesorten. Sie bedenken dabei nicht, dass diese in unseren Breiten keine Saison haben und aus südlichen Ländern importiert werden müssen, erklärt die Verbraucherzentrale Thüringen in einer aktuellen Mitteilung. Aber weite Lebensmitteltransporte, insbesondere per Flugzeug, belasten das Klima.

Dabei gibt es eine Vielzahl alter und neuer Wintergemüse, die in der kalten Jahreszeit auch hierzulande angebaut werden. Und sie lassen sich meist bis in den März hinein gut lagern. Zum typischen Wintergemüse zählen vor allem Kohl, Sellerie, Karotten, Rote Bete sowie Porree.

„Neu entdeckt werden gerade alte Sorten wie Pastinake, Schwarzwurzel oder Steckrübe. Sie eignen sich hervorragend zu vitaminreichen Suppen und Aufläufen“, meint Marita Schmalz, Fachberaterin Lebensmittel und Ernährung bei der Verbraucherzentrale Thüringen.

Wer Appetit auf Frisches hat, kann auch zu Rohkost aus Chicorée, Endivie oder Feldsalat greifen. Eine Übersicht gibt unter anderem der Saisonkalender der Verbraucherzentrale Thüringen.

Auf weit gereiste Sorten verzichten

Zwar kann man weder bei verpackter noch bei unverpackter Ware feststellen, ob das Gemüse aus dem Freiland, aus geschütztem Anbau mit Vliesabdeckung oder aus Gewächshäusern kommt, doch das Herkunftsland muss bei den meisten Gemüsearten angegeben werden. So lässt sich zumindest weit gereiste Ware beim Einkauf gut erkennen.

„Eine gute Auswahl an heimischen Gemüsesorten gibt es in Bioläden, bei Gemüsehändlern und auf Wochenmärkten“, sagt Marita Schmalz. „Wer verstanden hat, dass saisonale, regionale und pflanzliche Lebensmittel klimafreundlicher sind als Lebensmittel aus Übersee, und danach handelt, hat einen großen Beitrag zum Klimaschutz geleistet.“

Abwehr von Krankheitserregern

Heimisches Wintergemüse enthält eine Vielzahl an Vitaminen und Mineralstoffen, die unter anderem für die Abwehr von Krankheitserregern wichtig sind. So stärkt beispielsweise Vitamin A aus Möhren oder Grünkohl die Schleimhäute, die die erste Hürde sind, die Bakterien und Viren auf ihrem Weg in den Körper überwinden müssen.

Vor allem Grünkohl ist ein wahres Nährstoff- und Vitaminwunder. Nach Angaben des Bundeszentrums für Ernährung (BZfE) hat er von allen Kohlarten den höchsten Gehalt an Provitamin A, Vitamin E, K, B2, Nicotinamid, Folsäure, Calcium, Phosphor und Eisen. Nur beim Gehalt an Ballaststoffen, Vitamin C, Kalium sowie Eiweiß muss er sich knapp dem Rosenkohl geschlagen geben.

Zudem weist Grünkohl hohe Gehalte an Glucosinolaten (Senfölglykosiden) auf, deren Abbauprodukten krebshemmende Eigenschaften zugeschrieben werden.

Sekundäre Pflanzenstoffe aus Kohl- und Krautarten unterstützen das Immunsystem direkt. Wer in der kalten Jahreszeit täglich drei Portionen Gemüse isst, tut nicht nur seiner Gesundheit etwas Gutes, sondern kann auch viele neue Geschmacksrichtungen entdecken.

„Ein Speiseplan an einem Wintertag könnte so aussehen: eine Portion Eintopf aus Kartoffeln mit Wirsing, eine Portion gebratener Rosenkohl mit Brot und eine Portion Endiviensalat als Rohkost“, so die Fachberaterin Marita Schmalz. (ad)

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