AKWL senkt Mitgliedsbeiträge aufgrund von Einsparungen durch Corona

Die Apothekerkammer Westfalen-Lippe rechnet aufgrund der Maßnahmen gegen die Ausweitung des Coronavirus mit Einsparungen für das Jahr 2020. Diese sollen in Form von Beitragsentlastungen direkt den Apotheken im Kammerbezirk zu Gute kommen. Erste Entlastungen wurden für das erste Quartal bereits beschlossen, mit weiteren könne gerechnet werden, sobald sich absehen lasse, in welchem Umfang Ausgaben nicht getätigt oder Einsparungen erzielt werden.

Wer aktuell in einer Apotheke arbeitet, wird in den letzten Wochen trotz COVID-19-Pandemie regelmäßig das Haus verlassen haben. Anders geht es Mitarbeitern aus der Verwaltung, beispielsweise auch der Apothekerkammer Westfalen-Lippe, die nun vom „Homeoffice“ aus arbeiten. Für die Schaffung von Heimarbeitsplätzen für die Mitarbeiter habe die Kammer in Zeiten der Krise auch verstärkt in die IT-Ausstattung der AKWL investiert.

Kammer rechnet mit Einsparungen im Haushalt

Trotzdem werden viele Ausgaben eingespart: So fallen zahlreiche Veranstaltungen – von Gremiensitzungen über Fort- und Weiterbildungen bis hin zu Audits und Prüfungen – aus beziehungsweise werden verschoben. Dienstreisen werden durch Telefon- und Videokonferenzen ersetzt, Berufsmessen und Kongresse werden ersatzlos gestrichen. „Daher ist schon jetzt absehbar, dass die AKWL in diesem Jahr die im Haushalt bereitgestellten Mittel nicht ausschöpfen wird und zudem in Krisenzeiten die Ausgaben ganz besonders im Blick behalten wird“, heißt es in einem Brief an die Apotheken im Kammerbezirk.

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Einsparungen sollen sich als Beitragsentlastungen niederschlagen

Diese Einsparungen will die Kammer nun in Form von Beitragsentlastungen direkt an ihre Mitglieder weitergeben. Die Kammerversammlung hat bei der Aufstellung des Haushaltsplans für das Jahr 2020 beschlossen, in einem Quartal auf die Erhebung des Zusatzbeitrages zur Förderung der PTA-Ausbildung zu verzichten. Dieser liegt aktuell bei 0,012 Prozent bezogen auf den Umsatz. Damit würde sich der Gesamtbeitrag von 0,105 Prozent auf 0,093 Prozent reduzieren und die Beitragslast folglich um 11,4 Prozent sinken. Der Vorstand habe entschieden, diesen Beitragsverzicht bereits rückwirkend für das erste Quartal 2020 umzusetzen.

Sobald sich absehen lasse, in welchem Umfang Ausgaben nicht getätigt beziehungsweise Einsparungen erzielt werden, werde sich das automatisch auch auf die Erhebung der Kammerbeiträge niederschlagen. „Sie können sich darauf verlassen, dass wir den Kammerbeitrag um diese nicht verausgabten Beiträge reduzieren werden und zugleich dafür Sorge tragen, dass die Beitragsentlastungen möglichst zeitnah erfolgen“, erklärt die Kammer.

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