Die Corona-News des Tages

Frankreich impft ab 55-Jährige / USA: Corona-Infektionen steigen / Roche erreicht Studienziel bei Corona-Antikörpern Casirivimab und Imdevimab

Seit dem Beginn der Corona-Pandemie überschlagen sich an manchen Tagen die Nachrichten zu COVID-19. Um Ihnen den Überblick zu erleichtern, bietet DAZ.online Ihnen hier einen Überblick über die wichtigsten Corona-News des Tages – direkt aus dem News-Kanal der Deutschen Presse-Agentur. 

9:46 Uhr

Frankreich weitet Impfkampagne auf Menschen über 55 aus

Frankreich öffnet seine Impfkampagne für Menschen über 55 Jahren. Ab Montag können sie die Vakzine von AstraZeneca oder von Johnson & Johnson erhalten, wie Gesundheitsminister Olivier Véran in der Sonntagszeitung „Journal du Dimanche“ ankündigt hatte. Demnach erhält Frankreich am Montag mit einer Woche Vorsprung 200.000 Dosen des Impfstoffes von Johnson & Johnson. Die Impfung mit AstraZeneca empfiehlt Frankreichs oberste Gesundheitsbehörde bereits nach dem kurzzeitigen Impfstopp Mitte März wegen Blutgerinnsel-Fällen nur noch für Menschen über 55 Jahre.

Um die Impfkampagne weiter voranzutreiben, soll zudem der Abstand zwischen der ersten und der zweiten Impfung für die Vakzine von Moderna und Biontech/Pfizer ausgeweitet werden. Statt nach bisher vier Wochen soll die zweite Dose nun nach sechs Wochen verabreicht werden. Véran zufolge erlaube dies, schneller zu impfen. An Schutz verliere man nicht, da das Impfalter sinke und die Immunität in dieser Gruppe ausreichend hoch sei.

Mit Stand vom Samstag haben mehr als 10,7 Millionen der rund 67 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner Frankreichs eine Impfung erhalten. Die Corona-Situation in dem Land ist weiterhin angespannt. Mehr als 98:000 Menschen starben nach einer Infektion mit dem Coronavirus. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte angekündigt, dass alle Erwachsenen, die sich impfen lassen wollen, bis zum Ende des Sommers eine Impfung erhalten.

9:12 Uhr

USA: Zahl der Corona-Neuinfektionen steigt weiter

In den USA nimmt die Zahl der an einem Tag erfassten Corona-Neuinfektionen weiter zu. Mit 46.016 neuen Fällen am Sonntag meldeten die Behörden rund 11.000 mehr als vor genau einer Woche, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore vom Montagmorgen (MESZ) hervorging. Die Zahl der Toten mit einer bestätigten Corona-Infektion blieb mit 289 vergleichsweise stabil. Die bisherigen Höchstwerte wurden am 2. Januar mit 300.295 Neuinfektionen sowie am 12. Januar mit 4.476 Toten verzeichnet.

In dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern haben sich bislang knapp 31,2 Millionen Menschen mit dem Erreger SARS-CoV-2 infiziert, rund 562.000 Menschen starben. In absoluten Zahlen gemessen – aber nicht relativ zur Bevölkerung – sind das mehr als in jedem anderen Land der Welt. Bislang haben landesweit mehr als 119,2 Millionen Menschen mindestens eine Impfdosis erhalten, 72,6 Millionen gelten als voll geimpft, wie Zahlen der Gesundheitsbehörde CDC zeigen.

Die Johns-Hopkins-Webseite wird regelmäßig aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) oder der CDC. In manchen Fällen werden die Zahlen – unter anderem die der Neuinfektionen binnen 24 Stunden, aber auch die der Toten – nachträglich aktualisiert.

7:24 Uhr 

Roche erreicht in Phase-III-Studie zu Corona-Medikament das Ziel 

Der Pharmakonzern Roche hat zusammen mit seinem Partner Regeneron die gesteckten Studienziele mit einem Antikörper-Cocktail gegen das Corona-Virus erreicht. Bei der Studie ging es darum, das Risiko und die Belastung durch COVID-19-Infektionen bei Haushaltskontakten von Infizierten zu verringern. Rund 1.500 solche Kontakte erhielten entweder das Antikörper-Präparat oder ein Placebo. Wie Roche am Montag in Basel mitteilte, senkte die Gabe von Casirivimab und Imdevimab das Risiko symptomatischer Infektionen um 81 Prozent. Bei Patienten mit einer symptomatischen Infektion klangen zudem die Symptome im Durchschnitt innerhalb einer Woche ab, verglichen mit drei Wochen in der Placebo-Gruppe. Die Ergebnisse der Studie würden den Zulassungsbehörden so bald wie möglich überreicht, hieß es weiter. Den Antikörper-Cocktail hatte Roche zusammen mit seinem Partner Regeneron entwickelt.

Zuvor präsentierten Studienergebnissen zufolge kann die Antikörper-Kombination bei Risikopatienten mit COVID-19 das Risiko für einen schweren Verlauf oder Tod um 70 Prozent reduzieren. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA prüft das Präparat derzeit. In den USA hatte das Mittel eine Notzulassung erhalten. Mit ihm wurde unter anderem der frühere Präsident Donald Trump behandelt.

Monoklonale Antikörper werden im Labor hergestellt und sollen das Virus nach einer Infektion außer Gefecht setzen. Monoklonal bedeutet, dass die eingesetzten Antikörper alle gleich sind und das Virus an einem fest definierten Ziel angreifen. Auch in Deutschland wird die Antikörper-Kombination bereits bei individuellen Heilversuchen in bestimmten Kliniken eingesetzt – bei Risikopatienten in der Frühphase der Infektion mit dem Ziel, einen schweren Verlauf zu verhindern.

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