Die Corona-News des Tages

Corona-Teststrategie nimmt Fahrt auf – Öffnung oder Einschränkungen? / Hälfte der Israelis hat zweite Impfdosis gegen das Coronavirus

Seit dem Beginn der Corona-Pandemie überschlagen sich an manchen Tagen die Nachrichten zu COVID-19. 
Um Ihnen den Überblick zu erleichtern, bietet DAZ.online Ihnen hier einen Überblick über die wichtigsten Corona-News des Tages – direkt aus dem News-Kanal der Deutschen Presse-Agentur. 

9:03 Uhr

Donnerstag, 25.03.2021

Corona-Teststrategie nimmt Fahrt auf – Öffnung oder Einschränkungen?

Eine umfassende Testkampagne soll Corona ausbremsen und vorsichtige Öffnungen ermöglichen. Die Zahl kostenloser Teststellen wächst, eine Datenplattform zur Analyse ist noch im Aufbau. Ob die Strategie greift, dürfte aber noch von vielen weiteren Faktoren abhängen.

Die Corona-Teststrategie in Niedersachsen mit der Möglichkeit umfangreicher und kostenloser Schnelltestangebote für die Bevölkerung nimmt Fahrt auf. Über 1850 Arztpraxen, rund 500 Apotheken sowie kommunale und private Testzentren böten inzwischen Tests an, teilte das Gesundheitsministerium mit. Auch karitative Einrichtungen und Wohlfahrtsverbände seien mit dem Aufbau beschäftigt. Dazu kämen Tests in Schulen, Betrieben sowie die schon länger verpflichtenden Tests in Altenheimen und der Fleischindustrie.

Die Hoffnung ist, mit einem besseren Bild über die tatsächliche Infektionslage lokale, vorsichtige Öffnungen in der Übergangszeit bis zu einer höheren Impfabdeckung möglich zu machen. Noch liegen keine repräsentativen Daten zur Nutzung der Tests und zum Umfang positiver Fälle vor. Unklar ist auch, ob die zuletzt gestiegenen Corona-Zahlen Lockerungen schon über die Osterferien erlauben. Mancherorts zeichnen sich stattdessen wieder Ausgangsbeschränkungen ab.

Gerade wird eine Meldeplattform geschaffen, mit der Ministerium und Landesgesundheitsamt die Nutzung des Testangebots tagesaktuell erfassen und das Infektionsgeschehen analysieren können. Automatisch erfasst werden aber nur die Daten der Testzentren – bei Arztpraxen bestehe keine Meldepflicht, aber die Bereitschaft der freiwilligen Meldung, erklärte das Ministerium. Positive Testergebnisse müssen auf jeden Fall immer den Gesundheitsämtern gemeldet werden.

An den Schulen läuft eine Testwoche, bei der allen Schülerinnen und Schülern, die zum Unterricht in die Klassen kommen, die Möglichkeit eines Selbsttests geboten wird. Die Schulen melden dem Kultusministerium die Ergebnisse zurück. Zudem werden die Erfahrungen ausgewertet, um Rückschlüsse für das Verfahren nach den Osterferien zu ziehen. Dann werden regelmäßig zwei Tests pro Woche durchgeführt.

Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) rief die Wirtschaft auf, die geforderten Testmöglichkeiten für Beschäftigte zu schaffen. „Wir werden die Betriebe mit Nachdruck auffordern, dieser Verpflichtung nachzukommen und Testmöglichkeiten zeitnah einzurichten“, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. „Wir setzen hier auf die Unternehmen, die auf den Betrieb angepasst und angemessene Testungen vornehmen, und werden beobachten, ob diese Selbstverpflichtung greift.“

Ziel der Strategie „Mehr Sicherheit durch gezieltes und umfassendes Testen“ sei es einerseits, die Ausbreitung weiterer Infektionen zurückzudrängen. Andererseits gehe es um eine schrittweise Öffnung in allen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bereichen. Auch der Hausärzteverband forderte laut NDR, dass Unternehmen in den Belegschaften nun stärker und regelmäßig Corona-Tests anbieten.

Die vielerorts bisher stockende Impfkampagne will Niedersachsen auch an den Osterfeiertagen vorantreiben. „Wir haben die kommunalen Impfzentren angewiesen und darum gebeten, auch über die Feiertage weiter zu impfen“, sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums. Dabei gebe es zwar Rückmeldungen, dass die Zentren schauen müssten, wie sie das personell hinbekommen. Personelle Engpässe seien aber bisher nicht gemeldet worden. Wie viele Impfungen es tatsächlich geben kann, hänge weiter von der Menge der verfügbaren Impfstoffe ab.

Fraglich ist bisher auch, ob und welche Freizeiteinrichtungen geöffnet bleiben dürfen. Viele Zoos und Tierparks sowie einige Museen sind mit entsprechenden Hygienekonzepten wieder auf – Regelungen über die Osterferien werden aber noch von der neuen niedersächsischen Corona-Verordnung erwartet, die laut Landesregierung „zeitnah“ angepasst werden soll. Die jetzige Fassung gilt bis Sonntag (28.03.).

Manche Kommunen richten sich demgegenüber wieder auf Einschränkungen wegen steigender Neuinfektionen ein. So bereitet Bremerhaven laut „Nordsee-Zeitung“ nächtliche Ausgangsbeschränkungen für den Fall vor, dass die Sieben-Tage-Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen die Schwelle von 200 überschreitet. Zuletzt lag der Wert knapp darunter.

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hatte nach der Rücknahme der heftig umstrittenen Osterruhe durch Kanzlerin Angela Merkel deutlich härtere Corona-Maßnahmen über die Feiertage angedeutet. „Wir werden die Dinge nicht einfach laufen lassen können“, sagte er. Zu den Möglichkeiten könnten neben dem Beschränken von Tagesausflügen auch Ausgangsbeschränkungen gehören.

Die Einzelhändler im Land betonten, flächendeckende Öffnungen seien nur möglich, wenn es Impffortschritte gebe. Lokale Schnelltest-Konzepte wie im baden-württembergischen Tübingen seien bestenfalls „für einzelne Regionen eine Option“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Niedersachsen-Bremen, Mark Alexander Krack, der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. „Wir kommen beim Impfen nicht richtig vorwärts, da müssen wir schneller und besser werden. Dann braucht es auch keine Schnelltests, um in der Innenstadt einkaufen zu gehen.“ (dpa/lni)

8:17 Uhr

Hälfte der Israelis hat zweite Impfdosis gegen das Coronavirus

Die Hälfte der Israelis hat bereits die zweite Impfdosis gegen das Coronavirus erhalten. Dies teilte Gesundheitsminister Juli Edelstein am Donnerstag auf Twitter mit. Nach Daten seines Ministeriums erhielten knapp 4,7 Millionen Menschen die zweite Dosis. Die Zahl der Erstimpfungen betrug mehr als 5,2 Millionen, sie hatte in den vergangenen Tagen nur noch leicht zugenommen. Mehr als 800.000 Menschen galten in Israel als genesen.

Die Impfkampagne in Israel hatte kurz vor Weihnachten begonnen, sie zählt zu den erfolgreichsten weltweit. In den vergangenen Wochen gingen die Zahlen der Schwerkranken und der Neuinfektionen deutlich zurück. In dem Mittelmeerstaat lebten nach Angaben des nationalen Statistikamtes im Januar 9,305 Millionen Menschen. Israel ist ein sehr junges Land, rund 30 Prozent der Bürger sind unter 16 Jahre alt. Diese Altersgruppe kann bisher noch nicht geimpft werden.

Zum Vergleich: In Deutschland leben etwa neun Mal so viele Menschen. Dort erhielten bislang mehr als 7,9 Millionen Menschen die Erst- und mehr als 3,5 Millionen Menschen auch die Zweitimpfung. (dpa)

Quelle: Den ganzen Artikel lesen