EMA empfiehlt Zulassung für Corona-Impfstoff von Moderna

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat die bedingte Marktzulassung für den Corona-Impfstoff des US-Pharma-Unternehmens Moderna empfohlen. Das teilte die EMA am heutigen Mittwoch in Amsterdam mit. Die endgültige Entscheidung über die Zulassung muss nun die EU-Kommission treffen – das gilt als Formsache.

Der zweite Corona-Impfstoff für die EU steht kurz vor der Zulassung. Die EMA hat mRNA-1273, den Impfstoff von Moderna, am heutigen Mittwoch zur Zulassung empfehlen.  Seine, Einsatz steht jetzt nur noch die Umstimmung der Kommission im Wege, die folgt aber Im Regelfall den Empfehlungen den Arzneimittelbehörde. Der Expertenausschuss der EMA war bereits zwei Tage früher als geplant am Montag zusammengetroffen und hatte über die Zulassung des Impfstoffes des US-Herstellers Moderna beraten. Dabei waren aber einige Fragen offen geblieben und daher hatte man die Entscheidung vertagt.

Der Impfstoff von Moderna ist bereits in den USA und Kanada zugelassen. Es wäre, wenn die Kommission erwartungsgemäß zustimmt, nach dem Präparat der Hersteller Pfizer und Biontech der zweite Impfstoff gegen COVID-19, der in den EU-Mitgliedstaaten zugelassen würde. Die EU hat bei Moderna bereits 160 Millionen Dosen des Impfstoffes bestellt.

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Der Moderna-Impfstoff ist ebenso wie der von Pfizer/Biontech mRNA-basiert. Bei der Logistik könnte mRNA-1273 aber gegenüber dem bereits eingesetzten Vorteile bieten. Die Moderna-Vakzine wird zwar als gefrorene Suspension zwischen -25 °C und  -15 °C geliefert, die Ampullen können aber vor dem ersten Gebrauch bis zu 30 Tage lediglich gekühlt bei 2 °C bis 8 °C in einem Arzneimittelkühlschrank gelagert werden. Ungeöffnete Fläschchen mit mRNA-1273 können sogar bis zu zwölf Stunden zwischen 8 °C und 25 °C aufbewahrt werden. Nachdem die erste Dosis entnommen wurde, sollte die Durchstechflasche zwischen 2 °C und 25 °C gelagert und nach sechs Stunden verworfen werden. Ein Fläschchen enthält zehn Impfdosen. BNT126b2 von Biontech/Pfizer benötigt hingegen anspruchsvollere Transport- und Lagertemperaturen (zwischen -60 °C und -80 °C). Der Impfstoff kann bis zu fünf Tage bei 2 °C bis 8 °C gelagert werden und muss nach Herstellung der injektionsfertigen Impfstoffes innerhalb von sechs Stunden geimpft werden.

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