Frau verrät: So ist eine Beziehung mit einem sexsüchtigen Mann

Wenn sich der Beziehungspartner als sexsüchtig outet, ist oft der erste Reflex, ihn nicht ernst zu nehmen. Doch tatsächlich ist Sexsucht weiter verbreitet als gedacht. Wie sich der Partner eines Sexsüchtigen fühlt, verrät nun eine Frau.

Es klingt wie eine schlechte Ausrede für eine außereheliche Affäre oder exzessiven Porno-Konsum. Tatsächlich jedoch ist Sexsucht eine bei vielen Experten anerkannte Krankheit, die Studien zufolge drei bis sechs Prozent der Bevölkerung betreffen könnte. Die britische Sexualberaterin Paula Hall hat nun das Buch „Sex Addiction: The Partner’s Perspective“ veröffentlicht – in dem sie mit einigen Vorurteilen aufräumen will.

Komplexes Krankheitsbild

Eines der größten Missverständnisse sei die Annahme, dass Sexsüchtige automatisch ihrem Partner fremdgingen, erklärte Hall in einem Interview mit der britischen Zeitung „Independent“. Oft befriedigten Betroffene ihre Abhängigkeit auch durch den Konsum von Pornographie, Anrufe bei Sex-Hotlines oder exzessive Masturbation, schreibt die staatliche britische Gesundheitsorganisation „National Health Service“ auf ihrer Website.

Tatsächlich ginge es einem Sexsüchtigen weniger um den sexuellen Akt, als um den Ausstoß von Dopamin, erklärt Hall dem „Independent“. Das Hormon wird während des Geschlechtsverkehrs ausgeschüttet, kann aber auch durch Ersatzhandlungen ausgelöst werden. Die massenhafte Existenz von frei zugänglicher Pornographie durch das Internet erleichtere es Süchtigen, ihrer Dopamin-Abhängigkeit zu frönen – ein Partner sei da streng genommen gar nicht mehr notwendig.  

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