Länder melden niedrigste Inzidenz seit Anfang Dezember – in zwei Bundesländern steigt sie

Wie viele Coronavirus-Neuinfektionen meldet das RKI heute? Wie viele Fälle sind noch aktiv, wie viele Menschen sind genesen oder gestorben? Wie viele andere steckt ein Infizierter im Durchschnitt an? FOCUS Online liefert Ihnen die wichtigsten Daten zur Entwicklung der Covid-19-Pandemie in Deutschland am Dienstag.

Dienstag, 5. Januar: Die Covid-19-Lage am Morgen

1. Neuinfektionen

Zum Jahresbeginn liegt die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Deutschland auf einem niedrigeren Niveau als in der Woche zuvor. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet am Dienstagmorgen insgesamt 11.897 neue Corona-Fälle innerhalb eines Tages. Am Dienstag vergangener Woche hatte das Institut 12.892 neue Ansteckungsfälle bekanntgegeben.

Auffällig ist, dass 14,9 Prozent der neugemeldeten Fälle Personen über 80 Jahren betreffen, während der Anteil der Über-80-Jährigen in der deutschen Bevölkerung rund 6,8 Prozent beträgt. Diese Altersgruppe ist also überrepräsentiert.

Allerdings: Eine Interpretation der Daten bleibt weiter schwierig, weil um Weihnachten und den Jahreswechsel Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden. Der Höchststand von 1129 neuen Todesfällen war am Mittwoch (30.Dezember) erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden – darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Insgesamt sind in Deutschland laut RKI seit Beginn der Pandemie bislang 1.787.410 Covid-19-Fälle bekannt.

RKI/FOL/Datawrapper  

2. Tote, Genesene, aktive Fälle

Die Zahl der in Deutschland mit oder an dem Coronavirus gestorbenen Menschen hat sich auf 35.518 erhöht, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Dienstagmorgen bekannt gab. Die Gesundheitsämter meldeten binnen 24 Stunden 944 weitere Todesfälle, der fünfhöchste gemeldete Tageswert insgesamt. RKI/FOL/Datawrapper

Ferner stieg die Zahl der Genesenen um rund 23.500 auf 1.424.700. Aktuell gibt es in Deutschland rund 327.300 aktive Fälle in Deutschland. Das sind rund 12.600 weniger als am Vortag.

3. 7-Tage-Inzidenz

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Dienstagmorgen mit 134,7 niedriger als noch am Montag (139,4) und erreichte den niedrigsten Wert seit Anfang Dezember. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden.

Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch enorm: Die höchsten Inzidenzen hatten am Montag Sachsen mit 298,0 und Thüringen mit 241,8. In beiden Bundesländern sank der Wert aber im Vergleich zum Vortag deutlich; in Sachsen sogar um fast 25. Den niedrigsten Wert hat aktuell Schleswig-Holstein mit 77,1. Insgesamt sank die 7-Tage-Inzidenz in 14 Bundesländern; nur Bayern und Mecklenburg-Vorpommern meldeten leichte Anstiege. Wegen der zurückliegenden Feiertage sind die Werte aber nur teilweise aussagekräftig.

Bei der 7-Tages-Inzidenz handelt es sich um die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in diesem Zeitraum. Der Wert ist ein wesentlicher Maßstab für die Verhängung und Lockerung von Maßnahmen gegen die Ausbreitung des neuartigen Virus. Ziel der Bundesregierung ist es, die Inzidenz auf unter 50 zu drücken.

RKI/FOL/Datawrapper  

Wie aus dem Lagebericht des RKI vom Montag hervorgeht, ist die Situation in Sachsen weiterhin am dramatischsten. In dem Bundesland liegt mit dem Vogtlandkreis Deutschlands Corona-Hotspot Nummer 1 – die Region verzeichnet mit einem Wert von 631,9 bundesweit die höchste Sieben-Tage-Inzidenz. Im Vergleich zum Vortag (745,9) sank diese aber stark. Dahinter folgen der sächsische Landkreis Meißen (530,0) und der thüringische Landkreis Altenburger Land (467,6)

RKI

4. R-Wert

Der R-Wert gibt an, wie viele Menschen ein Infizierter in der Regel ansteckt. Der bundesweite Vier-Tage-RWert liegt laut RKI-Lagebericht vom Montag bei 0,95 (Vortag: 0,95). Rechnerisch stecken derzeit also 100 Infizierte 95 weitere Menschen an.

Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab. Das RKI betont aber, dass der R-Wert wegen der Verzögerungen gegebenenfalls unterschätzt werde. RKI/FOL/Datawrapper

Das 7-Tage-R, das wegen seiner längeren Erhebungsdauer weniger Schwankungen ausgesetzt ist, lag am Montag laut RKI-Lagebericht bei 0,85. Am Vortag hatte es noch bei 1,11 gelegen. Diese große Differenz ist mutmaßlich Nachmeldungen sowie dem Meldeverzug um den Jahreswechsel zuzuschreiben.

5. Intensivbettenbelegung in Deutschland

Das Divi-Intensivregister meldet mit 5727 Covid-19-Patienten in Intensivbetten (Stand Dienstag) 35 weniger als noch am Montag, als es 5762 waren. Von den 5727 Patienten sind 3207 an Beatmungsgeräte angeschlossen (Vortag: 3173), das sind knapp 56 Prozent der Covid-Intensivpatienten. Divi Intensivregister

Insgesamt sind laut Intensivregister aktuell 20.227 Intensivbetten belegt und 3772 Betten frei – das entspricht einer Auslastung von rund 84 Prozent. Am Vortag waren es noch 82 Prozent gewesen.

Hinweis: Zahlen können aufgrund von Meldeverzug von den tatsächlichen Zahlen abweichen.

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