Nackte Haut in der Apotheke für den guten Zweck

Das Team der St.-Michaels-Apotheke in Schwabhausen bei Dachau in Oberbayern hat sich vom Film „Kalender-Girls“ inspirieren und einen „erotischen“ Kalender fotografieren lassen. Der Erlös der Aktion soll Kindern in Notlagen zugutekommen.

Der Ausschnitt des Kittels ist weit aufgeknöpft, eine Schublade auf dem einen Bild oder der HV-Tresen auf einem anderen verdeckt den Blick auf pikantere Details der sieben Apotheken-Mitarbeiterinnen der St.-Michaels-Apotheke in der oberbayerischen 6.500-Einwohner-Gemeinde Schabhausen bei Dachau.

Es ist ein etwas anderer Kalender, den die Angestellten der Apotheke da für das Jahr 2022 vom Fotografen Rainer Kirchner aus dem Nachbarort Röhrmoos haben erstellen lassen. „Eigentlich fotografiere ich eher Hochzeiten“, sagt der Fotograf, der hauptberuflich in der Kfz-Branche arbeitet. Aber von der Idee eines „erotischen Apotheken-Kalenders“ habe er sich sofort begeistern lassen.

„Ich habe den Damen gesagt, dass ich da eigentlich keine Erfahrung habe, aber die wollten mich für den Job“, sagt er – eine der Mitarbeiterinnen kannte die Arbeit des Fotografen bereits. Mit dem Ergebnis des Shootings, das es nun als Kalender in der St.-Michaels-Apotheke zu kaufen gibt, ist er sehr zufrieden. „Ich hoffe, alle, die die Bilder ansehen, sind das auch“, sagt er.

Ein in jeder Hinsicht ästhetischer Kalender

Man habe sehr darauf geachtet, dass keine pikanten Details der Körper deutlich zu sehen seien. „Da überlassen wir auch einfach viel der Fantasie des Betrachters“, sagt er.  Damit ist der Kalender auf keinen Fall anstößig oder gar schmuddelig – sondern in jeder Hinsicht ästhetisch, meinen auch die Mitarbeiterinnen der Apotheke.

An einem Samstagnachmittag seien alle Fotos des Kalenders in der Apotheke entstanden, sagt eine Mitarbeiterin. Die Bilder zeigen die Damen hinter dem HV-Tresen oder bei verschiedenen Tätigkeiten in der Apotheke. Stets deutlich freizügiger als an normalen Arbeitstagen – aber eben nicht deutlich nackt.

Von insgesamt zwölf Mitarbeiterinnen hätten sich sieben bereit erklärt, an dem außergewöhnlichen Projekt teilzunehmen. „Gezwungen wurde da niemand“, sagt eine Mitarbeiterin. Und auch der Chef der Apotheke, Armin Rohbeck, sei definitiv einverstanden gewesen. „Er und seine Frau haben uns gesagt, sie seien sehr stolz auf uns“, sagt die Mitarbeiterin, die trotzdem lieber nicht namentlich genannt werden möchte.

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