Neue Details bekannt: Bis zu 4000 Menschen pro Impfzentrum sollen Corona-Impfstoff bekommen

Corona wütet weiter. In Deutschland gilt ein neuer Lockdown. Nach dem Durchbruch beim Impfstoff von Biontech und Pfizer melden die USA neue Rekordzahlen bei den Coronavirus-Neuinfektionen. Alles Wichtige zur Corona-Pandemie finden Sie hier im News-Ticker von FOCUS Online.

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Topmeldungen zur Coronavirus-Pandemie in Deutschland und der Welt

  • Scharfe Kritik an Minister Spahn (06.40 Uhr)
  • Neuer Höchststand: 23.542 Corona-Fälle binnen 24 Stunden gemeldet
  • Kekulé kritisiert 50er-Marke: "Improvisierter Wert" (19.47 Uhr)

Scharfe Kritik an Minister Spahn

06.40 Uhr: Unmittelbar vor der Präsentation aktueller Regierungspläne gegen den Pflegenotstand hat Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) mit Äußerungen zum Einsatz Corona-infizierter Pfleger Kritik auf sich gezogen. "Corona-Infizierte weiterarbeiten zu lassen, ist der politische Offenbarungseid. Der Geist der Konzertierten Aktion wäre tot", sagte der Vorstand der Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch. Spahn, Familienministerin Franziska Giffey und Arbeitsminister Hubertus Heil (beide SPD) wollen den Zwischenbericht zur Konzertierten Aktion Pflege an diesem Freitag in Berlin präsentieren. dpa/Kay Nietfeld/dpa Jens Spahn steht in der Kritik.

Zum Abschluss des Deutschen Pflegetags hatte sich Spahn am Donnerstag zu möglichen Einsätzen von Beschäftigten des Gesundheitswesens in Kliniken oder Pflegeheimen geäußert, die sich mit dem Coronavirus angesteckt haben. Der beste Weg sei, dass ein Infizierter und die Menschen, die mit ihm in Kontakt standen, in Quarantäne bleiben, sagte Spahn. "Wenn (…) wegen Isolation und Quarantänemaßnahmen so viele dann gar nicht mehr da sind, im Krankenhaus, in der Arztpraxis, in der Pflegeeinrichtung, dass die Versorgung zusammenbricht, muss man schauen, was ist neben der bestmöglichen Lösung die zweitbeste." Dann könne es nötig sein, dass die Kontaktpersonen mit täglichen Tests und FFP2-Masken weiter arbeiten. Die "Rückfallrückfallposition" sei aber, "die positiv Getesteten mit ganz besonderen Schutzvorkehrungen auch arbeiten zu lassen". Nach Medienberichten kam dies bereits vereinzelt in Deutschland vor.

Brysch forderte einen Strategiewechsel weg von den standardmäßigen PCR-Corona-Tests und Quarantäneregeln in Kliniken und Heimen. "So werden die Krankenhäuser und Pflegeheime vor die Wand gefahren", sagte er. "Wenn bei 38 positiv getesteten Klinikmitarbeitern zusätzlich 600 Mitarbeiter in Quarantäne geschickt werden müssen, ist die Personalnot vorprogrammiert." Brysch forderte "einen systematischen und täglichen Einsatz von Schnelltests bei allen Mitarbeitern in Krankenhäusern und Heimen". Dann liege in 20 Minuten das Ergebnis zu einer Ansteckung vor. Ein PCR-Test müsse folgen.

Neuer Höchststand: 23.542 Corona-Fälle binnen 24 Stunden gemeldet

13.11.2020, 06.36 Uhr: In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 23.542 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Damit ist am Freitag ein neuer Höchststand erreicht worden, wie aus den Angaben des RKI vom Donnerstagmorgen hervorgeht. (Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen von denen, die FOCUS Online am Abend auf Basis von Angaben der Gesundheitsämter veröffentlicht aufgrund unterschiedlicher Meldezeitpunkte ab.) Am vergangenen Samstag war mit 23.399 verzeichneten Fällen der bisherige Spitzenwert erreicht worden. Im Vergleich zum Donnerstag stieg die Zahl der gemeldeten Fälle am Freitag um knapp 1700.

dpa/Markus Schreiber/AP Pool/dpa Lothar Wieler, Chef des Robert Koch-Instituts (RKI), während einer Pressekonferenz.  

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 751.095 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 13.11., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Freitag um 218 auf insgesamt 12 200. Am Donnerstag hatte diese Steigerung 215 Fälle betragen. Das RKI schätzt, dass rund 481 700 der registrierten Infizierten inzwischen genesen sind.

Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Donnerstagabend bei 0,93 (Vortag: 0,89). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch etwa 93 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Berliner Lehrer leugnet Corona im Unterricht, Verfahren läuft

22.00 Uhr: Die Berliner Schulaufsicht hat einem Bericht zufolge eine dienstrechtliche Prüfung gegen einen Berufsschullehrer wegen Corona-Leugnung eingeleitet. Der Mann soll im Unterricht die Pandemie in Frage gestellt und sich in einem privaten Youtube-Kanal als Corona-Leugner gezeigt haben, wie der Rundfunk Berlin-Brandenburg am Donnerstag berichtete. Die Schulaufsicht prüfe die im Unterricht getätigten Äußerungen nun dienstrechtlich, auch die Aussagen auf Youtube würden diesbezüglich geprüft.

Laut dem Sender habe der Berufsschullehrer im Unterricht gegenüber Schülern geäußert, dass diese ihre Masken nicht tragen müssten. Auf seinem Youtube-Kanal sprach der Mann demnach von einer "Zensur der Meinungsfreiheit" und bezeichnete Masken als "modernes Hakenkreuz".

"Wir dulden nicht, dass Hygienemaßnahmen an Schulen unterlaufen werden", erklärte ein Sprecher der Senatsverwaltung für Bildung. Zu Personalangelegenheiten könne sich die Behörde grundsätzlich nicht äußern. Wenn die Senatsverwaltung aber von "problematischen Fällen Kenntnis erlangt, lässt sie das dienstrechtlich prüfen".

Ohne den vorliegenden Fall direkt kommentieren zu wollen, betonte der Sprecher der Gewerkschaft Erziehungen und Wissenschaft Berlin, Markus Hanisch, das sogenannte Überwältigungsverbot. "Es geht darum, dass Lehrer Schülerinnen und Schüler nicht in der Form mit ihrer Meinung konfrontieren dürfen, dass diese sich überwältigt fühlen", sagte er. Grundsätzlich seien Lehrer "gebunden an die freiheitlich-demokratische Grundordnung", und "Äußerungen, die dem widersprechen, sind problematisch". dpa/Daniel Bockwoldt/dpabild Testauswertung im Labor.

Bayern verbietet ab Freitag wegen Corona-Krise Indoor-Sport

21.45 Uhr: Wegen der Corona-Krise müssen ab Freitag so gut wie alle Indoor-Sportstätten in Bayern geschlossen bleiben – einzig Schul- und Profisport bleiben im November in Innenräumen erlaubt. "Die Staatsregierung zieht damit eine Entscheidung vor, die Bayern bei der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz am kommenden Montag ohnehin vorgeschlagen hätte", sagte Gesundheitsstaatssekretär Klaus Holetschek am Donnerstag der dpa in München.

Hintergrund für die Neuregelung ist eine Entscheidung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs. Dieser hatte unter Verweis auf das Gleichheitsprinzip am Donnerstag die bisherige Schließung von Fitnessstudios aufgehoben, weil auf der anderen Seite sonstige Sportstätten für Individualsport geöffnet seien.

22.625 Coronavirus-Neuinfektionen in Deutschland – Berlin meldet knapp 2000 Fälle

20.38 Uhr: In Deutschland haben sich nach Angaben der Gesundheitsämter der Bundesländer vom Donnerstag 22.625 weitere Menschen mit dem Coronavirus infiziert.

Seit Beginn der Pandemie haben sich insgesamt 739.597 Menschen in Deutschland mit dem Virus angesteckt. 12.037 Menschen sind gestorben. Das sind 211 neue Fälle.

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg: 110.630 (+2984), 2224 Todesfälle (+36)
  • Bayern: 145.074 (+4565), 3050 Todesfälle (+31)
  • Berlin: 45.106 (+1960), 333 Todesfälle (+12)
  • Brandenburg: 12.482 (+427), 235 Todesfälle (+0)
  • Bremen: 7848 (+246), 93 Todesfälle (+4)
  • Hamburg: 18.915 (+660), 262 Todesfälle (+6)
  • Hessen: 59.371 (+1905), 821 Todesfälle (+12)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 4146 (+140), 36 Todesfälle (+2)
  • Niedersachsen: 51.271 (+1613), 881 Todesfälle (+21)
  • Nordrhein-Westfalen: 185.135 (+4615), 2517 Todesfälle (+52)
  • Rheinland-Pfalz: 30.229 (+1292), 352 Todesfälle (+10)
  • Saarland: 9884 (+243), 219 Todesfälle (+6)
  • Sachsen: 31.212 (+1159), 462 Todesfälle (+16)
  • Sachsen-Anhalt: 7645 (+272), 105 Todesfälle (+3)
  • Schleswig-Holstein: 10.903 (+192), 213 Todesfälle (+0)
  • Thüringen: 9.746 (+374), 234 Todesfälle (+6)

Gesamt (Stand 12.11., 20.23 Uhr): 739.597 (+22.625), 12.037 Todesfälle (+211)

Vortag (Stand 11.11., 21.00 Uhr): 716.972, 11.826 Todesfälle

 

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien.

Die Zahl der Genesenen liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei rund 467.800 (Vortag: Rund 454.800)

Die Zahl der aktiven Fälle liegt damit bei: 259.760 (Vortag: 250.554)

Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl (Stand: 12.11.): 0,79 (Vortag: 0,77)

Zahl der Intensivbetten laut DIVI-Intensivregister, die von Covid-19-Patienten belegt werden: 3208 (+81)

Zahl der aktuell invasiv beatmeten Covid-19-Patienten: 1825 (+38)

Laut Robert-Koch-Institut gelten 467.800 Menschen, die sich infiziert hatten, inzwischen wieder als genesen. Die Zahl der aktiven Fälle liegt damit bei 259.760 – das sind 9206 mehr als am Vortag. Der R-Wert stieg am Donnerstag marginal von 0,77 auf 0,79. Ein Infizierter steckt damit im Schnitt weniger als eine Person an.

Berlin meldet einen neuen Corona-Tageshöchstwert von 1960 Fällen allein von Mittwoch auf Donnerstag. "Die Zahl der Neuinfektionen ist weiterhin erschreckend hoch", bilanzierte Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci. Kurz vor der Halbzeit des Teil-Lockdowns sei damit kein schnelles Ende der Corona-Einschränkungen in Sicht. "Es gibt absolut keinen Grund für Entwarnung", ergänzte sie.

106-Jährige übersteht Covid-19

20.33 Uhr: Eine 106 Jahre alte Frau ist in Brandenburg von ihrer Covid-19-Erkrankung genesen. Sie sei schon am Dienstag entlassen worden, teilten die Oberhavel-Kliniken in Oranienburg am Donnerstag mit. "Die Patientin verfügt für das hohe Alter über einen sehr guten Allgemeinzustand, so dass ihr Immunsystem mit unserer Unterstützung das Virus erfolgreich bekämpfen konnte", erklärte Chefarzt Harald Pannwitz.

Über die 106-Jährige hieß es weiter, sie sei wegen Bauchkrämpfen und Durchfall in die Oranienburger Klinik gekommen, nennenswerte Atemwegsbeschwerden habe sie nicht gehabt. Ein Test habe aber die Covid-19-Erkrankung bestätigt. Die Patientin sei umgehend isoliert untergebracht worden.

Ein Name wurde auf Wunsch der Patientin nicht genannt. Die Frau sei eine der Ältesten, die in den Häusern der Oberhavel-Kliniken von einer Covid-19-Erkrankung genesen seien, hieß es.

Die Innere Abteilung der Klinik freue sich über den Behandlungserfolg. "Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der gesamten Abteilung, aber speziell auch auf der Covid-19-Station, arbeiten seit vielen Monaten unter erschwerten Bedingungen", sagte Pannwitz. Sie gingen damit aber professionell und ruhig um.

Kekulé kritisiert 50er-Marke: "Improvisierter Wert"

19.47 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat noch einmal betont, er will die Corona-Maßnahmen erst lockern, wenn die Zahl der Infektionen deutlich zurückgegangen ist. "Unser Ziel muss sein, unter die Sieben-Tage-Inzidenz von 50 zu kommen", sagte der CSU-Politiker dem "Münchner Merkur". Laut dem Robert Koch-Institut liegt der Wert für Bayern bei 178,9, bundesweit bei 138,9 (Stand: Donnerstag, 00.00 Uhr). Er gibt an, wie viele Neuinfektionen es binnen der vergangenen sieben Tage auf 100.000 Menschen gab.

In seinem MDR-Podcast kritisierte derweil Virologe Alexander Kekulé eben jenen Sieben-Tage-Wert von 50 pro 100.000. Es handele sich hierbei um einen "improvisierten Wert", der zu Anfang der Pandemie "politisch ausverhandelt wurde". "Ich glaube nicht, dass es Sinn hat, den Inzidenzwert jetzt in Stein zu meißeln und für alle künftigen Pandemien festzulegen und sogar ins Gesetz zu gießen", führt der Virologe in dem Podcast weiter aus. Man müsse vielmehr nun flexibel auf das Corona-Geschehen in Deutschland reagieren. GettyImages/

Freunde treffen oder Sex – Viele Franzosen brechen Corona-Regeln

18.42 Uhr: Heimliche Treffen mit der Familie, mit Freunden oder Sexpartnern: Rund 60 Prozent der Franzosen haben mindestens einmal gegen die seit zwei Wochen geltende Corona-Ausgangssperre verstoßen, wie eine am Donnerstag in Paris veröffentlichte Umfrage des Instituts Ifop ergab. Rund 23 Prozent gaben an, sich mit Angehörigen getroffen zu haben, rund 20 Prozent empfingen zuhause Freunde oder besuchten sie. Fast jeder zehnte traf sich demnach mit einem Sexpartner.

Andere gaben an, für Spaziergänge oder Sport die erlaubte Grenze von einer Stunde täglich im Umkreis von einem Kilometer um die Wohnung überschritten zu haben. Der Leiter der Ifop-Studie, François Kraus, sagte, der zweite Lockdown werde in Frankreich deutlich weniger beachtet als der im Frühjahr. "Es gibt weniger Sorge um die Gesundheit, besonders bei jungen Menschen", stellte er fest. Vor allem bei Singles gebe es ein "Gefühl der Unverwundbarkeit".

Allerdings leiden auch mehr Franzosen unter den erneuten Ausgangsbeschränkungen: 28 Prozent der Befragten gaben an, "schlechte Laune" zu haben, 38 Prozent berichteten von Schlafstörungen. Das waren deutlich mehr als im Frühjahr. Unter dem Lockdown dürfen die Franzosen nur aus zwingenden Gründen ihre Wohnungen verlassen, etwa zum Arbeiten, Einkaufen oder für Arztbesuche. Jean-Francois Badias/AP/dpa

Schock-Video aus Krankenhaus in Neapel – Mehr als 600 Tote in Italien innerhalb von 24 Stunden

17.07 Uhr: Ein Schock-Video aus einem Krankenhaus in Neapel und der Sprung über die Marke von einer Million Corona-Fällen sorgen in Italien für neue Alarmrufe. In der süditalienischen Hafenstadt Neapel war ein Patient tot im Bad gefunden worden. Ein Videofilm, der nach Medienberichten den Vorfall in der Notaufnahme zeigt, sorgte am Donnerstag landesweit für heftige Reaktionen. Außerdem war darin ein mit Krankenbetten überfüllter Flur zu sehen.

„Die Bilder des Patienten, der im Cardarelli-Krankenhaus in Neapel tot gefunden wurde, sind schockierend“, schrieb Außenminister Luigi Di Maio am Mittwochabend auf Facebook. „In Neapel und in vielen Teilen Kampaniens ist die Situation außer Kontrolle.“ Es gebe Berichte über Menschen in der Region am Golf von Neapel, die im Auto auf Parkplätzen behandelt würden. Andere müssten viel zu lange auf ihren Transport ins Hospital warten, schrieb er. Worldofmeters.info/Screenshot Die Entwicklung der Corona-Infektionen in Italien (Stand: 12.11.2020)

Die Verantwortlichen des Cardarelli-Krankenhauses sagten eine Untersuchung der Todesumstände zu. Das Hospital arbeite zwar unter viel Druck, aber die Lage sei nicht außer Kontrolle, hieß es. Klinik-Direktor Giuseppe Longo versicherte am Donnerstag nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa, alle Patienten könnten angemessen behandelt werden. Regionalminister Francesco Boccia sagte, die Video-Bilder seien beschämend für alle Verantwortlichen. Zugleich wies er in einem TV-Interview im Sender La7 darauf hin, dass zu viele Menschen mit leichten Corona-Symptomen ins Krankenhaus kämen, statt sich zu Hause auszukurieren.

Das Mittelmeerland mit seinen 60 Millionen Einwohnern hatte am Mittwoch die Marke von einer Million registrierten Corona-Fällen überschritten. Zugleich starben binnen 24 Stunden 623 Menschen im Zusammenhang mit dem Erreger Sars-CoV-2. So hohe Opferzahlen hatte es in Italien zuletzt während der ersten Corona-Welle in einer schlimmen Phase Anfang April gegeben.

Erste Lufthansa-Flieger nur mit negativ auf Corona getesteten Insassen gestartet

17.05 Uhr: Die Lufthansa fliegt auf der Verbindung zwischen München und Hamburg ab sofort zweimal täglich nur mit Insassen, die vor dem Abflug negativ auf das Coronavirus getestet wurden. Wie die Fluggesellschaft mitteilte, startete am Donnerstagmorgen nach Antigen-Schnelltests bei Passagieren sowie Crewmitgliedern der erste Flug des Pilotprojekts am Münchner Flughafen. Demnach waren, ebenso wie beim Rückflug aus Hamburg, alle Testergebnisse negativ. picture-alliance/dpa/O. Spata Die Lufthansa versucht in der Corona-Krise neue Wege zu gehen.

"Nach erfolgtem Test bekamen die Kunden innerhalb von kurzer Zeit ihr Testergebnis per Push-Nachricht und E-Mail", teilte der Konzern mit. Ein negatives Ergebnis ist demnach Voraussetzung für die Freischaltung der Bordkarte. In dem Projekt will die Lufthansa Erfahrung mit den verbindlichen Schnelltests im Flugverkehr sammeln und dann entscheiden, ob die Corona-Testpflicht auch bei anderen Verbindungen eingeführt wird.

Das ganze könne "ein wichtiger Schlüssel sein", um die Reisemöglichkeiten "bei höchsten Hygiene- und Sicherheitsstandards" wieder zu erweitern, erklärte der Münchner Lufthansa-Chef Ola Hansson.

Corona-infizierter Arzt impfte Mitarbeiter im NRW-Verkehrsministerium

16.50 Uhr: Ein nachträglich positiv auf das Coronavirus getesteter Arzt hat Dutzende Mitarbeiter des nordrhein-westfälischen Verkehrsministeriums gegen Grippe geimpft. Alle – inklusive Minister Hendrik Wüst (CDU) – wechselten nach Bekanntwerden der Erkrankung des Arztes vorsorglich ins Homeoffice. Bislang gebe es aber keine bestätigte Infektion und es sei auch niemand in Quarantäne gekommen, sagte ein Sprecher des Verkehrsministeriums. Die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" hatte zuvor berichtet. dpa/Rolf Vennenbernd/dpabild Hendrik Wüst (CDU), Verkehrsminister von Nordrhein-Westfalen, trägt einen Mund-Nasen-Schutz.

Wüst war vergangene Woche ins Homeoffice gewechselt, nachdem er dem Ministerium zufolge "kurzen Kontakt" zu einer infizierten Person hatte. Dass es sich dabei um den Arzt handelte, wurde zunächst nicht bekannt. Die Impfung war vom Ministerium als Vorsorgemaßnahme für die Mitarbeiter initiiert worden. Wüst will nach Angaben seines Hauses am Montag zurück ins Büro kommen.

Bundesverfassungsgericht lehnt Corona-Eilantrag von Kinobetreiberin in Bayern ab

16.33 Uhr: Das Bundesverfassungsgericht hat den Eilantrag einer Kino- und Restaurantbetreiberin auf Erlass einer einstweiligen Anordnung gegen die bayerischen Coronaregeln abgelehnt. Zwar sei die erzwungene Schließung des Restaurants ein Eingriff in das Grundrecht auf Berufsfreiheit, erklärte das Gericht am Donnerstag in Karlsruhe. Jedoch seien die Maßnahmen befristet, weswegen sie die Frau nicht unbedingt in ihrer Existenz bedrohten. (Az. 1 BvR 2530/20) dpa/Matthias Benirschke/dpa Der Vorhang im Hamburger Kino Metropolis blieb geschlossen.

Für die Schließung von Restaurants sprechen den Richtern zufolge in der Pandemie gute Gründe. Es müsse zwar grundsätzlich geprüft werden, ob diese verfassungsgemäß seien. Aber in dem Fall müsse zusätzlich berücksichtigt werden, dass die Maßnahmen nur bis zum 30. November erlassen seien und es zudem wirtschaftliche Hilfen für Gaststätten gebe. Bezüglich des Kinos hätte sich die Betreiberin zunächst an den bayerischen Verwaltungsgerichtshof wenden müssen.

9.262 Neuinfektionen in Österreich – neuer Corona-Rekord

16.03 Uhr: Die Corona-Pandemie ist in Deutschlands Nachbarland Österreich derzeit nicht zu stoppen. Die Alpenrepublik meldet am Donnerstag 9262 Corona-Neuinfektionen – das ist der höchste Wert seit Beginn der Pandemie. Die meiste neuen Fälle wurden in Oberösterreich (2554) verzeichnet, danach folgen Wien (2151) und die Steiermark (1116). 44 Menschen starben in den vergangenen 24 Stunden an den Folgen einer Corona-Erkrankung. dpa/Robert Jaeger/APA/dpa Rudolf Anschober(r), Gesundheitsminister von Österreich, gestikuliert.

Die Zählprobleme der vergangenen Tage sind indes offenbar behoben. „Die Nachricht heute Früh war, dass das erledigt ist und wieder zu 100 Prozent funktionieren sollte“, erklärte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) bei einer Pressekonferenz.

 

 

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