Vitamin B1 für Herz und Nervensystem: Diese Nahrungsmittel sind empfehlenswert – Naturheilkunde & Naturheilverfahren Fachportal

Vitamin B1 über die Nahrung aufnehmen

Vitamin B1 – auch Thiamin genannt – kann nur kurzzeitig im Körper gespeichert werden und muss daher regelmäßig zugeführt werden. Nahrungsergänzungsmittel sind dafür in der Regel nicht nötig. Das Vitamin, das unter anderem wichtig für die Nerven und das Herz ist, ist auch in diversen Lebensmitteln reichlich vorhanden.

Wie die Verbraucherzentrale auf ihrer Webseite schreibt, wird Vitamin B1 oft als Stimmungs-, Nerven- oder „gute Laune“- Vitamin beworben. In der Tat ist Thiamin ein lebenswichtiges Vitamin, auf das der menschliche Körper angewiesen ist. Denn das Vitamin spielt nicht nur im Nervensystem eine wichtige Rolle, sondern ist auch am Energiestoffwechsel und der Herzgesundheit beteiligt.

Körper kann nur wenig Thiamin speichern

Vitamine und Mineralstoffe sind für uns Menschen lebensnotwendige Verbindungen, die der Körper nicht oder nur unzureichend selbst herstellen kann, erläutert das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) in einer aktuellen Mitteilung.

Vitamine erfüllen wichtige Funktionen im Stoffwechsel und müssen laut den Fachleuten über die Nahrung in unterschiedlichen Mengen zugeführt werden. Wie das BZfE weiter erklärt, werden die bekannten 13 Vitamine nach ihrer Löslichkeit unterschieden: fettlöslich oder wasserlöslich.

Vitamin B1 (Thiamin) ist wasserlöslich. Wir müssen es regelmäßig mit der Nahrung aufnehmen, da der Körper Thiamin nur in ganz geringen Mengen speichern kann.

Vitamin-B1-Mangel durch Alkoholmissbrauch

Laut dem BZfE ist Thiamin Teil von Enzymen, die den Kohlenhydrat- und Aminosäurestoffwechsel steuern. Das Vitamin ist an der Energiegewinnung und –speicherung beteiligt und erhält das Nerven- und Herzmuskelgewebe.

Ein Vitamin-B1-Mangel kann insbesondere zu Störungen im Kohlenhydratstoffwechsel und des Nervensystems (zum Beispiel Hautkribbeln oder Gangstörungen) führen, wird auf dem öffentlichen Gesundheitsportal Österreichs „Gesundheit.gv.at“ erklärt. Auch Müdigkeit, Übelkeit und Kopfschmerzen können auftreten.

Eine häufige Ursache in Industrieländern für einen solchen Mangel ist chronischer Alkoholmissbrauch. Und auch übermäßiges Schwangerschaftserbrechen kann einen Thiamin-Mangel verursachen.

Der Verbraucherzentrale zufolge ist die Vitamin B1-Versorgung in Deutschland aber grundsätzlich ausreichend – eine Nahrungsergänzung ist in der Regel nicht notwendig.

Mehr Vollkornprodukte essen

Thiamin ist vor allem in Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten und Kartoffeln, Fleisch (insbesondere Schwein) und Fisch, enthalten. Hitze, UV-Licht sowie Sauerstoff mag das Vitamin nicht. Beim Kochen gehen laut dem BZfE etwa 30 Prozent des Vitamins in das Kochwasser über.

Die empfohlene tägliche Zufuhr beträgt nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) für männliche Jugendliche zwischen 15 und 19 Jahren 1,4 mg pro Tag, ab 19 Jahren je nach Altersgruppe zwischen 1,1 bis 1,3 mg pro Tag.

Für weibliche Jugendliche zwischen 15 und 19 Jahren werden 1,1, für Frauen 1,0 mg pro Tag empfohlen; Schwangere und Stillende sollten etwas mehr Vitamin B1 zu sich nehmen (1,2 mg beziehungsweise 1,3 mg pro Tag).

„Essen Sie vor allem Vollkornprodukte, da Vitamin B1 vor allem in der Schale und im Keim sitzen und ansonsten möglichst abwechslungsreich“, rät Harald Seitz, Ernährungswissenschaftler beim BZfE. (ad)

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