Vor G7-Gipfel: Corona-Ausbruch im Hotel von Merkels Sicherheitsleuten

Alle Neuigkeiten zur Corona-Pandemie: In Deutschland zeichnet sich eine Entspannung der Corona-Lage ab – der Inzidenzwert fällt weiter und die Deutschen sind so viel unterwegs wie vor der Pandemie. Ein ehemaliger Hotspot ist derzeit sogar Corona-frei. Alle aktuellen News zur Corona-Pandemie finden Sie hier im News-Ticker von FOCUS Online.

News zu Corona in Deutschland vom 11. Juni

Corona-News im Überblick:

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Millionen gefälschter Anti-Corona-Produkte in EU sichergestellt

07.46 Uhr: Seit Beginn der Corona-Pandemie sind in der Europäischen Unioen massenhaft gefälschte und fehlerhafte Produkte zum Gesundheitsschutz sichergestellt worden. Durch Ermittlungen der EU-Betrugsbekämpfungsbehörde Olaf seien rund 52 Millionen minderwertige Handgels, Schutzmasken und Testkits aufgespürt worden, erklärte die Behörde in ihrem Jahresbericht für 2020. Dabei wurden demnach 1150 verdächtige Händler identifiziert.

"Seit März 2020 haben wir die wachsende Bedrohung durch gefälschte, minderwertige oder unsichere Produkte untersucht und darauf reagiert", erklärte Olaf-Generaldirektor Ville Itala. Die Produkte stammen demnach häufig aus Drittstaaten.

Rolf Vennenbernd/dpa/Illustration FFP2-Masken mit CE-Zertifizierung liegen auf einem Tisch.  

RKI-Zahlen: Bundesweite Inzidenz sinkt auf 18,6

06.04 Uhr: Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Infektionen ist weiter leicht gesunken und liegt nun bei 18,6 Fällen pro 100.000 Einwohner. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Freitagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter meldete, wurden innerhalb eines Tages 2440 Neuinfektionen sowie 102 Todesfälle in Verbindung mit dem Virus registriert. Am vergangenen Freitag waren noch mehr als 3150 Neuinfektionen gezählt worden.

Die Sieben-Tage-Inzidenz lag vor einer Woche bei 29,7. Der Wert ist ein wesentlicher Maßstab für die Verschärfung oder Lockerung von Corona-Auflagen. Sie gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche an. 

Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Fälle in Deutschland seit Beginn der Pandemie liegt nach Angaben des RKI mittlerweile bei 3.711.569. Die Zahl der insgesamt registrierten Todesfälle stieg auf 89.687.

Vor G7-Gipfel: Corona-Ausbruch im Hotel von Merkels Sicherheitsleuten

22.02 Uhr: In einem Hotel, in dem Sicherheitsleute von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) beim G7-Gipfel in Cornwall untergebracht waren, hat es Medienberichten zufolge einen Corona-Ausbruch gegeben. Ein Sprecher des britischen Premierministers Boris Johnson bestätigte jedoch auf Anfrage von Journalisten am Donnerstag, dass die Bundeskanzlerin weiter am Gipfel teilnehmen werde.

Der britischen Nachrichtenagentur PA zufolge wurde der Ausbruch bereits am Mittwoch festgestellt. Das Hotel sei daraufhin geschlossen worden, hieß es weiter. Die Staats- und Regierungschefs der sieben führenden demokratischen Industrienationen beraten von Freitag bis Sonntag über Themen wie den Kampf gegen Klimawandel und die Coronavirus-Pandemie in dem Badeort Carbis Bay in der südwestenglischen Grafschaft Cornwall.

Seltene Proteste in Bahrain nach Corona-Todesfall in Gefängnis

20.25 Uhr: Im kleinen Königreich Bahrain ist es nach einem Corona-Todesfall in einem Gefängnis zu seltenen Protesten gekommen. Der 48 Jahre alte Hussain Barakat, der eine lebenslange Haftstrafe wegen Terrorismusdelikten absaß, hatte sich mit dem Coronavirus infiziert und wurde vor zwei Wochen in ein Krankenhaus verlegt. Nachdem das Innenministerium am Mittwoch seinen Tod bekanntgab, kam es am Abend in mehreren Dörfern zu Protesten. Videos zeigten Hunderte Demonstranten. Für Donnerstag waren weitere Proteste geplant.

Die Lage der Menschenrechte in Bahrain hat sich Beobachtern zufolge in vergangenen Jahren immer weiter verschlechtert. Laut Amnesty International werden Kritiker der Regierung – darunter Aktivisten, Anwälte, Journalisten, schiitische Geistliche und Demonstranten – zunehmend unterdrückt. Sie würden eingeschüchtert, festgenommen, verhört und mit Reiseverboten und Gefängnisstrafen belegt. Barakat wurde 2018 in einem Massenverfahren zu lebenslanger Haft verurteilt wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung.

Wegen der befürchteten Ausbreitung des Coronavirus in Gefängnissen des Landes hatte Bahrain im März 2020 nach entsprechenden Forderungen bereits fast 1500 Häftlinge freigelassen. Menschenrechtlern zufolge blieben die Zellen im südlichen Dschau-Gefängnisses an der Küste aber auch danach überfüllt. Nach Schätzungen der Organisation BIRDBH, die sich für Menschenrechte in dem kleinen Golfstaat einsetzt, haben sich aktuell mehr als die Hälfte von rund 250 politischen Gefangenen in einem Gebäude des Gefängnisses mit Corona infiziert.

Barakat war nach offiziellen Angaben im Februar oder März gegen das Coronavirus geimpft worden. Laut BIRDBH erhielt er den chinesischen Sinopharm-Impfstoff. Sein Gesundheitszustand hatte sich nach seiner Ende Mai festgestellten Infektion zunehmend verschlechtert.

Länder einig: Präsenzunterricht im Regelbetrieb für alle Kinder im neuen Schuljahr

15.10 Uhr: Die Bundesländer haben sich einstimmig auf vollen Regelbetrieb an deutschen Schulen zum Beginn des Schuljahres 2021/2022 geeinigt. So steht es in einem Beschluss der heutigen Kultusministerkonferenz, der Business Insider vorliegt.

Demnach sollen nach den Sommerferien alle Schulkinder in Deutschland wieder am Präsenzunterricht teilnehmen, die positive Entwicklung der Corona-Inzidenzen lasse das zu. "Schulischer Regelbetrieb bedeutet, dass der Unterricht in der Schule ohne weitere Einschränkungen erteilt und das schulische Leben wieder ermöglicht wird unter Beachtung der je nach Infektionsgeschehen geltenden Infektionsschutz- und Hygienemaßnahmen", heißt es wörtlich im Beschluss der Kultusminister. Getty Images/izusek Schüler mit Maske im Unterricht (Symbolbild)

Der Regelbetrieb der Schulen sei dabei nicht "an individuelle Impfungen von Schülerinnen und Schülern bzw. Impfquoten geknüpft". Wohl aber soll in Schulen weiter eine Maskenpflicht gelten, wo Abstände in Innenräumen nicht eingehalten werden können. Auch Teststrategien, konsequentes Lüften und Hygienemaßnahmen unter Berücksichtigung des aktuellen Infektionsgeschehens sollen Anwendung finden.

Streit um Großveranstaltungen vertagt – Kreise: Arbeitsgruppe soll Regeln erarbeiten

14.58 Uhr: Der Streit unter den Bundesländern über den Umgang mit Großveranstaltungen in der Corona-Lage ist zunächst vertagt. Die Ministerpräsidenten einigten sich am Donnerstag nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur darauf, dass sich eine Arbeitsgruppe auf Ebene der Chefs der Staatskanzleien über die Frage des einheitlichen Umgangs von Großveranstaltungen mit länderübergreifendem Charakter verständigen solle. Diese sollen dann auch einen Beschluss fassen.

Damit ist der wohl größte Streitpunkt bei der Ministerpräsidentenkonferenz an diesem Donnerstag vorerst abgeräumt. Seit 13.15 Uhr verhandeln die Länderchefs, ab 15.00 Uhr soll auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) dazukommen. Dabei sollen aber eigentlich Corona-Themen gar nicht im Mittelpunkt stehen. Geplante Themen sind vielmehr der Stand der Digitalisierung der Verwaltung und die Energiewende in Deutschland.

Der Umgang mit Großveranstaltungen hatte unter den Ländern zunächst für teils massive Verstimmungen gesorgt. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur forderten zumindest Teile der SPD-regierten Bundesländer bei der Ministerpräsidentenkonferenz Abstimmungsbedarf zum weiteren Vorgehen für allgemeine Großveranstaltungen, aber auch mit Blick auf die anstehende Fußball-Europameisterschaft.

Dies lehnte aber die B-Seite, also die unionsregierten Länder plus das Grünen-geführte Baden-Württemberg, laut Informationen aus Teilnehmerkreisen ebenso ab wie das Kanzleramt. Eine Einigung war damit von Anfang an extrem unwahrscheinlich.

Dem Vernehmen nach wünscht sich die SPD-Seite etwa grundlegende Rahmenbedingungen für Zuschauer bei Großveranstaltungen in Innenräumen und Open-Air abhängig von der Inzidenz, der Impfquote und einer verbindlichen Test- und Maskenpflicht.

Deutsche in erster Juniwoche wieder so viel unterwegs wie vor Coronakrise

13.27 Uhr: In der ersten Juniwoche sind die Menschen in Deutschland wieder genauso viel unterwegs gewesen wie im selben Zeitraum vor dem Beginn der Corona-Pandemie. Im Vormonat lag die Mobilität trotz rückläufiger Infektionszahlen noch sechs Prozent unter dem Referenzwert vom Mai 2019, wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Sonderauswertung des Statistischen Bundesamts in Wiesbaden hervorging. Im April waren es demnach sogar noch neun Prozent weniger gewesen.

Am Maifeiertag und an Christi Himmelfahrt – eigentlich beliebten Ausflugstagen –  stellten die Statistiker hingegen 16 beziehungsweise 14 Prozent weniger Bewegungen fest als an denselben Feiertagen im Jahr 2019. Lediglich am Pfingstmontag seien die Menschen mehr unterwegs gewesen als vor der Pandemie. Für die Auswertung nutzten die Statistiker anonymisierte Mobilfunkdaten.

Obwohl Mobilität auch vom Wetter abhänge, sei für den kalten Mai kein starker Wettereffekt zu beobachten, weil der Vergleichsmonat des Jahres 2019 ähnlich kühl und nass ausgefallen sei. Für einzelne Tage seien dennoch Wettereffekte zu erkennen. Thomas Lohnes/Getty Images Gut besucht: Das Frankfurter Bankenviertel am Mittwoch

Demnach stieg vom 8. auf den 9. Mai mit der Temperatur auch die Mobilität der Menschen stark an: Für den einen Tag verzeichneten die Statistiker noch sechs Prozent weniger, für den zweiten, deutlich wärmeren Tag dann neun Prozent mehr Bewegungen als 2019.

In der ersten Juniwoche stieg die Mobilität in Deutschland laut Statistikamt auch nachts wieder an. Vom 31. Mai bis zum 6. Juni registrierten die Statistiker dennoch durchschnittlich 18 Prozent weniger Bewegungen als vor der Krise.

Dänemark hebt Maskenpflicht weitgehend auf

12.46 Uhr: Weitgehende Aufhebung der Maskenpflicht, mehr Zuschauer bei der Fußball-Europameisterschaft und längere Öffnungszeiten für Bars und Restaurants: Die dänische Regierung hat am Donnerstag die letzten Etappen bis zur geplanten Aufhebung aller Corona-Beschränkungen Anfang Oktober verkündet. Demnach gilt bereits ab Montag nur noch in öffentlichen Verkehrsmitteln eine Maskenpflicht  und schon ab Samstag werden die Öffnungszeiten für Bars und Restaurants um eine Stunde auf Mitternacht verlängert.

Ab dem 15. Juli können Bars und Restaurants sogar bis 02.00 Uhr nachts offenbleiben. Nachtclubs dürfen am 1. September wieder öffnen. Bis 1. Oktober müssen die Gäste allerdings noch einen "Corona-Pass" vorlegen, danach wird dieser Immunitätsnachweis komplett abgeschafft. Für den Besuch von Museen, Kinos und Theatern wird er bereits ab dem 1. August nicht mehr verlangt.

Bei den vier Spielen der Fußball-EM, die in Kopenhagen ausgetragen werden, lässt die Regierung nun 25.000 Zuschauer zu – 9000 mehr als bisher geplant. Aus Zeitgründen kann dies allerdings noch nicht beim ersten Spiel – Dänemark gegen Finnland – am kommenden Samstag umgesetzt werden, wie die Europäische Fußball-Union (Uefa) mitteilte.

"Alles, was wir versäumt haben, werden wir nachholen können, weil wir die Epidemie weitgehend unter Kontrolle haben", sagte der dänische Gesundheitsminister Magnus Heunicke. Dänemark ist in der Pandemie weitgehend glimpflich davongekommen. Derzeit werden nur noch 122 Corona-Patienten im Krankenhaus behandelt, so wenige wie seit Oktober nicht mehr. 24,2 Prozent der dänischen Bevölkerung sind inzwischen vollständig geimpft, 42,7 Prozent haben bereits die erste Dosis erhalten.

10.45 Uhr: Auf den Spielplätzen in Nordrhein-Westfalen muss kein Mund-Nasen-Schutz mehr getragen werden. Das geht aus der seit Donnerstag geltenden neuen Corona-Schutzverordnung des Landes hervor. Zusätzlich gibt es Lockerungen bei der Maskenpflicht etwa in Jugendherbergen und Zeltlagern.

In Kreisen und kreisfreien Städten mit einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz unter 35 sind touristische Busreisen unter bestimmten Bedingungen auch wieder ohne Kapazitätsbegrenzung und Mindestabstand zwischen den Fahrgästen erlaubt. Voraussetzung sind ein negativer Corona-Test und die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske. Bedingung ist zudem, dass alle Gäste aus einem Kreis oder einer kreisfreien Stadt der Inzidenzstufe 1 kommen, also aus einem Gebiet, in dem die Inzidenz pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen nicht über 35 liegt.  

Auch die Regeln für Besuche in Krankenhäusern, Pflegeheimen und Wohnformen der Eingliederungshilfe wurden präzisiert. Besuche seien auf der Basis eines einrichtungsbezogenen Besuchskonzepts „umfassend zu ermöglichen“, heißt es nun. Dabei „können“ Besuche von einem negativen Testnachweis, einem vorherigen Corona-Test in der jeweiligen Einrichtung oder dem Nachweis der Immunisierung abhängig gemacht werden.

Ausnahmen von Besuchsmöglichkeiten zum Schutz besonders vulnerabler Personen dürften nur im Einzelfall von der Einrichtung angeordnet werden. Dabei sei stets zu berücksichtigen, dass die jeweiligen Regelungen „nicht zu einer vollständigen Isolation der Betroffenen führen dürfen“.

Indien meldet mit mehr als 6000 Corona-Toten neuen weltweiten Höchstwert

10.46 Uhr: Indien hat mit mehr als 6000 Corona-Toten einen neuen weltweiten Höchstwert verzeichnet. Das indische Gesundheitsministerium meldete am Donnerstag 6148 bestätigte Todesfälle binnen 24 Stunden, nachdem der Bundesstaat Bihar am Mittwoch rund 4000 Fälle nachgemeldet hatte. Der bisherige weltweite Höchstwert von 5527 Todesfällen war laut einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP am 12. Februar in den USA verzeichnet worden – auch dort waren Nachmeldungen der Grund.

Das Oberste Gericht in Bihar hatte zuvor eine Überprüfung der Corona-Statistik in dem nordostindischen Bundesstaat gefordert. Der Regionalregierung war vorgeworfen worden, das wahre Ausmaß der Pandemie zu verschleiern und die Infektions- und Totenzahlen künstlich niedrig zu halten. Daraufhin korrigierte die Regierung die Totenzahl am Mittwoch um rund 4000 auf 9500 Fälle nach oben.

Indien hatte sich vor einigen Wochen zum Epizentrum der Corona-Pandemie entwickelt. Nachdem die Zahl der täglichen Neuansteckungen Anfang Mai bei mehr als 400.000 lag, ist sie mittlerweile wieder deutlich zurückgegangen.

In Großbritannien wieder mehr Corona-Patienten im Krankenhaus

08.56 Uhr: Die Zahl der Krankenhaus-Patienten mit Covid-19 ist in Großbritannien wieder deutlich angestiegen. Erstmals seit Mitte Mai liegt die Zahl wieder über 1000, wie die BBC am Donnerstag berichtete. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg auf rund 49, nachdem sie wochenlang knapp über 20 gelegen hatte. Wissenschaftler sprechen vom Beginn einer dritten Corona-Welle, die durch die Ausbreitung der wohl sehr ansteckenden, zunächst in Indien entdeckte Delta-Variante verursacht wird.

Trotz der steigenden Zahlen wird in England weiter über die für den 21. Juni angepeilte Aufhebung aller Corona-Beschränkungen gestritten. Lobby-Verbände und Vertreter der Kulturbranche machen Druck auf die Regierung, auf den Schutz der Impfkampagne zu vertrauen und weiter zu lockern. Premier Boris Johnson äußerte sich zuletzt zurückhaltend. Eine Entscheidung soll am 14. Juni verkündet werden.

Ehemaliger Corona-Hotspot hat jetzt eine Inzidenz von 0,0

08.26 Uhr: Zwei Regionen haben es hierzulande geschafft: Sie gelten mit einer 7-Tage-Inzidenz von 0 als quasi Corona-frei. Wie aus Zahlen des RKI-Covid-19-Dashboards hervorgeht, kommen die Stadt Schwerin und der Landkreis Tirschenreuth jeweils auf den Nuller-Wert. Besonders bemerkenswert: Tirschenreuth galt lange als deutscher Corona-Hotspot. Am 3. April 2020 verzeichnete die Region mit 571 die höchste Sieben-Tage-Inzidenz der gesamten Republik. Armin Weigel/dpa

Frachter-Kapitän stirbt an Covid-19, dann beginnt die Odyssee

06.24 Uhr: Seine letzte Reise ist eine wahre Odyssee: Weil der Kapitän an Covid-19 verstarb, ist der italienische Containerfrachter "Ital Liberia" in den vergangenen Wochen an mehreren asiatischen Häfen abgewiesen worden. Darüber berichtet unter anderem die "Corriere della Sera". Nachdem Crewmitglieder bei der Abfahrt im südafrikanischen Durban bereits Anfang April positiv auf das Coronavirus getestet worden waren, sollte die Mannschaft eigentlich in Jakarta in Quarantäne gehen, wie die Hamburger Reederei Hapag-Lloyd mitteilte. Dann habe die Hauptreederei Evergreen jedoch mitgeteilt, dass der Kapitän gestorben sei.

Auch das italienische Außenministerium bestätigte, dass der Mann im April gestorben war. Eine Todesursache wurde dabei nicht genannt. Hapag-Lloyd teilte am Mittwoch mit, dass das Schiff nun auf dem Weg in die italienische Heimat sei. Jüngsten Daten des Schiffsortungsdienstes "vesselfinder.com" zufolge befand sich die "Ital Libera" zuletzt am Suezkanal.

Der fast 300 Meter lange Frachter mit einer Kapazität von rund 5000 Standardcontainern (TEU) pendelt üblicherweise zwischen China und Südafrika.

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