Wieder mehr Rezepte im Juni

Nach der großen Rezept-Flaute im April und Mai brachten die GKV-Versicherten im vergangen Juni wieder mehr ärztliche Verordnungen in die Apotheken. Nach den Frühinformationen des Deutschen Apothekerverbands waren es 2,8 Prozent mehr Rezepte als im Juni 2019. Auch die GKV-Arzneimittelausgaben machten einen kräftigen Sprung nach oben.

Die Coronakrise hat auch die Apotheken wirtschaftlich getroffen. Bei vielen Apothekenleitern ist die Stimmung daher derzeit im Keller. Zwar haben die Patienten im März noch fleißig gehamstert: Die Zahl der GKV-Rezepte schnellte um fast 14 Prozent im Vergleich zum März 2019 nach oben. Ebenso stiegen die GKV-Arzneimittelausgaben – sie lagen 25 Prozent höher als noch im März 2019. Doch im April und Mai folgte die Abkühlung. Im Mai ging die Rezeptzahl gar um 17 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zurück.

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Im Juni hat sich das Blatt wieder gewendet – Nachholeffekte machen sich bemerkbar. So legen es jedenfalls die Frühinformationen des Deutschen Apothekerverbands (DAV) nahe: Demnach sind die GKV-Ausgaben für Arzneimittel (ohne Impfstoffe) um 14 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat angestiegen – und zwar bei gleichzeitiger Zunahme der Rezeptzahl um 2,8 Prozent. Zu berücksichtigen ist zudem, dass der Juni 2020 zwei Arbeitstage mehr hatte als der Juni 2019.

Für das erste Halbjahr 2020 ergeben sich nun im Vergleich zu den ersten zwei Quartalen 2019 insgesamt ein Wachstum der GKV-Arzneimittelausgaben von 6,7 Prozent sowie ein Minus von 3 Prozent bei der Zahl eingelöster Rezepte.

Mehr als 40 Prozent höhere Ausgaben für Impfstoffe

Was die GKV-Ausgaben für Impfstoffe betrifft, so machten diese im Juni 2020 einen noch kräftigeren Sprung nach oben: Und zwar um 42,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Von Januar bis Juni liegt der durchschnittliche Zuwachs der Impfstoffausgaben laut DAV-Frühinformationen bei 18,2 Prozent.

Nicht in den Zahlen enthalten sind übrigens die Einsparungen der GKV durch Rabattverträge. Im ersten Quartal 2020 beliefen sich diese gemäß den vorläufigen vom Bundesgesundheitsministerium veröffentlichten Rechnungsergebnissen auf 1,2 Milliarden Euro – das sind rund 10 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

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