Mehr Herzinfarkte bei US-Präsidentschaftswahl

Erdbeben, Unfälle, Terroranschläge und große Sportereignisse erhöhen das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle. Hier scheinen sich laut einer neuen Studie auch die US-Präsidentschaftswahlen einzureihen: Zwei Tage nach den Wahlen im Jahr 2016, bei der Donald Trump zum US-Präsidenten gewählt wurde, kam es häufiger zu akuten Herz-Kreislauf-Erkrankungen als an den beiden Tagen vor der Wahl.

In den zwei Tagen unmittelbar nach den Präsidentschaftswahlen 2016 wurden 94 Personen mit einem Herzinfarkt oder Schlaganfall in südkalifornische Krankenhäuser eingeliefert. An den beiden Tagen vor der Wahl waren es dagegen nur 58 Personen. "Wir haben festgestellt, dass das Risiko für Herzinfarkte nach den Wahlen 2016 unabhängig von Geschlecht, Alter und ethnischen Gruppen gestiegen ist", sagte Matthew Mefford, leitender Forscher der Studie, die in der Fachzeitschrift "Proceedings der National Academy of Sciences" veröffentlicht wurde.

Seiner Meinung nach ist es wichtig, dass sich die Menschen darüber im Klaren sind, dass Stress die Gesundheit beeinträchtigen kann. Er weist auch darauf hin, dass es Mittel gibt, mit Stress besser umzugehen, darunter Sport, Yoga, Meditation und Atemtechniken.

Politik ist ein großer Stressfaktor

Experten eines US-Fachverbands für Psychologie haben erst kürzlich festgestellt, dass ein großer Teil der Erwachsenen das aktuelle politische Klima als bedeutende Stressquelle betrachtet. Bislang ist jedoch nur wenig darüber bekannt, wie sich dies auf die Gesundheit auswirkt.

Für die Studie analysierten die Forscher Daten des südkalifornischen Gesundheitssystems, das 4,6 Millionen Menschen in der Region versorgt. Sie betrachteten Diagnosen eines akuten Herzinfarkts und Schlaganfalls bei Erwachsenen sowie Brustschmerzen und instabile Angina pectoris.

ZOU

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