Vitamin D und Kalzium helfen bei Schwindelattacken

Ein gutartiger Lagerungsschwindel tritt bei über zwei Prozent aller Menschen irgendwann einmal im Leben auf. Oft verschwindet der Schwindel nach einiger Zeit von allein wieder, häufig kommt es jedoch zu Rückfällen. Durch die Gabe von Kalzium und Vitamin D könnten solche Rückfälle vermieden werden, wie koreanische Wissenschaftler in der Zeitschrift "Neurology" berichten.

Patienten mit einem gutartigen Lagerungsschwindel haben oft auch eine geringe Knochendichte und einen niedrigen Vitamin-D-Spiegel. Daher haben Mediziner aus Korea geprüft, ob Vitamin D und Kalzium geeignet sind, um Rückfälle zu verhindern. Dies scheint tatsächlich der Fall zu sein, denn die jährliche Rückfallrate war bei den Patienten, die diese Nahrungsergänzungsmittel bekommen hatten, um etwa 25 Prozent geringer als in der Kontrollgruppe, die nichts einnahmen. Umgerechnet wurde bei einem von vier Patienten, die Kalzium und Vitamin D bekommen hatten, ein Rückfall verhindert.

Ursache für Schwindelattacken oft unbekannt

Der gutartige Lagerungsschwindel wird durch kleine Kalksteinchen im Innenohr ausgelöst, die fälschlicherweise Gleichgewichts-Sinneszellen aktivieren. Dadurch kommt es bei Kopfbewegungen zu dem Gefühl einer Drehbewegung, obwohl sich der Körper in Ruhe befindet, z. B. morgens beim Aufrichten im Bett. Ältere Menschen sind häufiger betroffen, und in mehr als der Hälfte der Fälle ist die Ursache unbekannt. Bei etwa 70 Prozent der Betroffenen verschwindet der gutartige Lagerungsschwindel mit der Zeit von allein wieder oder kann durch ein "Befreiungsmanöver" behandelt werden, bei dem der Arzt den Kopf so bewegt, dass die Steinchen das Innenohr verlassen können. In mehr als der Hälfte der Fälle kommt es jedoch zu Rückfällen, meist innerhalb des ersten Jahres.

ZOU

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